Expansion: Bankhaus Lampe gründet eigene US-Tochter

Expansion: Bankhaus Lampe gründet eigene US-Tochter

, aktualisiert 12. April 2016, 13:29 Uhr
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Das Geldhaus investiert seit mehreren Jahren in den Ausbau des Kapitalmarktgeschäfts.

von Laura de la MotteQuelle:Handelsblatt Online

In den USA gibt es zahlreiche Investoren, die sich für den deutschen Mittelstand interessieren - und sich möglicherweise auch finanziell engagieren wollen. Davon will das Bankhaus Lampe profitieren.

FrankfurtDas Bankhaus Lampe wittert noch mehr Geschäftspotenzial in den USA. Das Institut im Besitz der Oetker-Familie hat die Tochtergesellschaft Lampe Capital North America LLC gegründet. Die Genehmigung der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) werde kurzfristig erwartet, kündigte die Bank am Dienstag bei der Vorlage ihrer Geschäftszahlen an.

Das Bankhaus Lampe hat bereits seit Oktober 2013 in New York ein Büro. Auch zukünftig will man in den USA ausschließlich institutionelle Anleger beraten. „Das Interesse am German Mittelstand und an Investitionsmöglichkeiten in deutsche Unternehmen ist groß. Das Bankhaus Lampe ist mit seiner herausragenden Aktienkompetenz, insbesondere in deutschen Small & Mid-Caps, bei US-amerikanischen Investoren ein gefragter Ansprechpartner“, erklärte Lampe-Chef Stephan Schüller.

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Lampe folgt damit dem Hamburger Konkurrenten Berenberg, der ebenfalls in London und den USA Investoren für deutsche Mittelständler anwirbt. Beide Häuser sehen nach dem Rückzug von beispielsweise WestLB und Sal. Oppenheim eine Lücke, in die sie stoßen können.

Lampe investiert seit mehreren Jahren in den Ausbau des Kapitalmarktgeschäfts, um neben der Beratung von vermögenden und institutionellen Kunden ein weiteres Standbein zu haben. Seit diesem Jahr verstärkt das Institut die Expertise im Bereich Nachfolgeberatung von Familienunternehmen.

Die Strategie, mehr Firmenkunden zu gewinnen, zahlt sich bisher aus. Im abgelaufenen Jahr sank der Zinsüberschuss mit 43 Millionen Euro deutlich unter den Wert des Vorjahresergebnisses von 64 Millionen Euro, was die Bank vor allem mit dem historisch niedrigen Zinsniveau begründet. Der Provisionsüberschuss indes legte von 92 Millionen Euro auf 110 Millionen Euro zu, also um 20,5 Prozent. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem klassischen Wertpapiergeschäft im Niederlassungsbereich sowie aus den erweiterten Beratungsleistungen im Kapitalmarktgeschäft. Auch die Aktivitäten in London und New York trugen Lampe zufolge hierzu bei.

Unterm Strich wies die Bank einen Jahresüberschuss von 23 Millionen Euro (Vorjahr: 22) aus.

Quelle:  Handelsblatt Online
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