EZB-Anleihekaufprogramm: „Alle Dinge weisen auf den Oktober hin“

EZB-Anleihekaufprogramm: „Alle Dinge weisen auf den Oktober hin“

, aktualisiert 21. Juli 2017, 14:22 Uhr
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Das EZB kauft aktuell Staatsanleihen und Wertpapiere im Wert von 60 Milliarden Euro pro Monat.

Quelle:Handelsblatt Online

Laut Insidern wollen die EZB-Ratsmitglieder ab Oktober über die Zukunft des billionenschweren Anleihekaufprogramms entscheiden. Das Programm soll vorläufig bis Ende des Jahres laufen. Eine Stellungnahme wurde abgelehnt.

FrankfurtRatsmitglieder der EZB halten Insidern zufolge die Zinssitzung im Oktober als den wahrscheinlichsten Termin für eine Entscheidung über die Zukunft ihrer billionenschweren Anleihenkäufe. Die Option, dies erst im Dezember zu entscheiden, werde als zu spät gesehen, sagten vier Personen, die mit den Diskussionen vertraut sind, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstag, anders als manche Volkswirte erwartet hatten, keinen weiteren Trippel-Schritt in Richtung Eindämmung der Geldflut gewagt. EZB-Chef Mario Draghi hatte auf der Pressekonferenz gesagt, im Herbst werde die Diskussion stattfinden.

Alle Dinge weisen auf den Oktober hin“, sagte einer der Insider. Es gebe wenig zu entscheiden im September, der Dezember sei hingegen als Termin zu spät. Die EZB lehnte eine Stellungnahme ab. Die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder erwerben seit März 2015 Staatsanleihen und andere Wertpapiere - momentan für 60 Milliarden Euro pro Monat. Dieses Tempo soll noch bis mindestens Ende 2017 beibehalten werden. Mit den Käufen sollen Banken dazu bewogen werden, weniger in diese Titel zu investieren und stattdessen mehr Kredite auszureichen.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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