EZB-Aufseher: Keine übereilte Änderung der Staatsanleihen-Regeln

EZB-Aufseher: Keine übereilte Änderung der Staatsanleihen-Regeln

, aktualisiert 24. März 2017, 15:30 Uhr
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EZB-Bankenaufseher Ignazio Angeloni warnte vor einer voreiligen Veränderung der aktuellen Staatsanleihen-Regeln. Jedwede Änderung solle die speziellen Eigenschaften von Staatsanleihen berücksichtigen, so Angeloni.

Quelle:Handelsblatt Online

EZB-Aufseher Ignazio Angeloni warnt vor einer übereilten Neuregulierung der Staatsanleihen-Regeln. Mögliche Beschlüsse sollte nicht auf europäischer, sondern auf internationaler Ebene ausgehandelt werden.

FrankfurtEZB-Bankenaufseher Ignazio Angeloni hat vor Schnellschüssen bei einer Neuregulierung der Bewertung von Staatsanleihen in den Bilanzen der Geldhäuser gewarnt. „Jedwede Veränderung sollte die speziellen Eigenschaften von Staatsanleihen berücksichtigen, wie breit diese eingesetzt werden“, sagte Ignazio Angeloni am Freitag auf einer Veranstaltung in Mailand. Konkret nannte Angeloni den Repo-Markt - den Markt für kurzfristige Refinanzierungsgeschäfte. Öffentliche Schuldentitel werden in diesen Geschäften als Sicherheiten benötigt.

Beschlüsse zu etwaigen Änderungen der Regeln sollten auf internationaler Ebene gefällt werden und nicht nur in Europa, sagte Angeloni. Nach den bisherigen Vorschriften sehen es Aufseher als risikolos an, wenn eine Bank besonders viele Anleihen ihres eigenen Landes hält. Doch diese Regularien sind inzwischen umstritten. Denn Geldhäuser in Südeuropa sind bereits in Schieflage geraten, nachdem sich gezeigt hat, dass es auch bei Euro-Ländern ein Ausfall-Risiko gibt.

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Die Bundesbank fordert schon seit längerem, dass Staatsanleihen in Bankbilanzen mit Eigenkapital unterlegt werden sollten. Aus ihrer Sicht genießen sie in der Bankenregulierung eine ungerechtfertigte Vorzugsbehandlung.

Quelle:  Handelsblatt Online
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