EZB: Chefvolkswirt hält Verlangsamung der Anleihenkäufe für möglich

EZB: Chefvolkswirt hält Verlangsamung der Anleihenkäufe für möglich

, aktualisiert 07. April 2017, 10:10 Uhr
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Der EZB-Chefvolkswirt hält eine weitere Verlangsamung der Anleihenkäufe für möglich.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank schließt eine Verlangsamung der Anleihenkäufe in diesem Jahr nicht aus. Zuletzt hatte sich Bundesbank-Präsident Weidmann für ein baldiges Zurückfahren der Käufe eingesetzt.

FrankfurtEZB-Chefvolkswirt Peter Praet schließt eine weitere Verlangsamung der Anleihenkäufe durch die Notenbank in diesem Jahr nicht aus. Auf die Frage, ob er einen solchen Schritt ausschließen könne, sagte Praet dem Fernsehsender CNBC: „Nein, es ist zu früh, diese Frage zu stellen.“ Der EZB-Rat müsse sich erst noch treffen, bevor man die Lage neu einschätzen könne. „Meine Schlussfolgerung tendiert nicht in diese Richtung.“

Zuletzt hatte sich Bundesbank-Präsident Jens Weidmann für ein baldiges Zurückfahren der Staatsanleihen-Käufe der Europäischen Zentralbank (EZB) stark gemacht. „Der Zeitpunkt, den Fuß nicht mehr durchgedrückt auf dem Gaspedal zu lassen, sondern ihn leicht anzuheben, (...) nähert sich aus meiner Sicht“, hatte Weidmann der „Zeit“ gesagt.

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Mit den Käufen wollen die Währungshüter die Konjunktur stützen und die Teuerung im Euro-Raum anheizen. Das Gesamtprogramm soll noch bis Ende Dezember laufen und dann einschließlich anderer Wertpapierkäufe ein Volumen von 2,28 Billionen Euro erreichen.

Zuletzt hatten die EZB und die nationalen Notenbanken Staatsanleihen und weitere Wertpapiere im monatlichen Volumen von 80 Milliarden Euro erworben. Ab diesen April soll das Monatskaufvolumen bis Laufzeitende auf 60 Milliarden Euro sinken.

Quelle:  Handelsblatt Online
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