EZB-Ratsmitglied Nowotny: „Wir haben Vorsorge für den Brexit getroffen“

EZB-Ratsmitglied Nowotny: „Wir haben Vorsorge für den Brexit getroffen“

, aktualisiert 16. Juni 2016, 14:39 Uhr
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Im Falle des EU-Austritts rechnet der österreichische Notenbankpräsident mit einer Verschlechterung des Finanzplatzes London.

Quelle:Handelsblatt Online

Nicht nur Bürger, Unternehmen und Politiker bereiten sich auf einen drohenden „Brexit“ vor – auch die Notenbanken spielen verschiedene Optionen durch. EZB-Ratsmitglied versichert, die Notenbank habe vorgesorgt.

WienDie Europäische Zentralbank (EZB) ist laut Ratsmitglied Ewald Nowotny für einen möglichen EU-Austritt Großbritanniens gerüstet. Kurzfristig könne sich das in Unruhe an den Märkten auswirken, sagte Österreichs Notenbank-Gouverneur auf einer Veranstaltung in Wien. „Wir haben entsprechende Vorsorgen getroffen in Bezug auf die Liquiditätsversorgung, sowohl vonseiten der EZB wie auch bei uns“, sagte Nowotny. Die Briten stimmen am 23. Juni über den Verbleib ihres Landes in der EU ab.

Es gebe Vereinbarungen zwischen der EZB und der Bank von England für gegenseitige Liquiditätshilfe. „Wenn hier Notwendigkeit besteht, ist sichergestellt, dass es weder bei den englischen Banken noch bei den europäischen Banken zu Liquiditätsengpässen kommt“, sagte Nowotny. Im Falle eines Austritts aus der EU rechnet der Notenbanker damit, dass sich die Rolle des Finanzplatzes London verschlechtern wird. Es werde „zu einer gewissen Verlagerung“ kommen auf Finanzplätze innerhalb der Europäischen Union.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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