Fachkräftemangel: Nahles erprobt Punktemodell für ausländische Fachkräfte

Fachkräftemangel: Nahles erprobt Punktemodell für ausländische Fachkräfte

, aktualisiert 26. Februar 2016, 14:00 Uhr
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Die Bundesarbeitsministerin erprobt ein neues Modell für die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte.

Quelle:Handelsblatt Online

Pilotprojekt für die Zuwanderung: Wer viele Punkte vorweisen kann, hat gute Chancen auf ein Visum für Deutschland. Dieses Punktemodell will die Arbeitsministerin im Herbst testen. Womit Ausländer Punkte sammeln können.

BerlinBundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) lässt ein neues Modell zur Steuerung der Zuwanderung ausländischer Fachkräfte erproben. Der Zuzug nach Deutschland solle dabei auch davon abhängig gemacht werden, dass Ausländer durch Deutschkenntnisse und andere Kriterien mindestens 100 Punkte sammelten und damit den Nachweis ihrer Integrationsfähigkeit erbrächten, teilte das Ministerium am Freitag mit. Die Bundesregierung teste damit "einen neuen Weg, der sich in Kanada bereits bewährt hat", erklärte Nahles. Deutschland benötige zusätzliche gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland, um seinen Wohlstand zu sichern.

Das Modellprojekt mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) soll den Angaben zufolge im Herbst in Baden-Württemberg anlaufen. Einer nicht näher bezifferten "begrenzten Anzahl von Fachkräften mit einem qualifizierten Berufsabschluss" soll für einen Zeitraum von drei Jahren der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt auch in solchen Berufen ermöglicht werden, die in der Statistik nicht als Mangelberufe ausgewiesen sind. Neben dem Punktekonto zur Integrationsfähigkeit seien dafür ein anerkannter Abschluss und ein konkretes Arbeitsplatzangebot erforderlich.

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Arbeitgeber hätten demnach bei Bedarf eine Auswahl unter bereits "vorgeprüften" Bewerbern. Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der BA soll dazu einen Pool von Kandidaten anlegen, die ihre Integrationsfähigkeit und ihren Berufsabschluss nachgewiesen haben. Sobald ein konkretes Jobangebot vorläge, dürften sie nach Deutschland einreisen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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