Fed-Direktor Powell : Abschied von Libor-Zins verursacht Kosten

Fed-Direktor Powell : Abschied von Libor-Zins verursacht Kosten

, aktualisiert 02. November 2017, 15:19 Uhr
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Der Fed-Direktor wird als Nachfolger für Zentralbank-Chefin Yellen gehandelt.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Libor-Zinssatz war zuletzt wegen Manipulationen in Kritik geraten. Die britische Finanzmarktaufsicht will ihn deshalb abschaffen. Fed-Direktor Jerome Powell warnt vor den Kosten, die das für die US-Börse verursacht.

New YorkDie Abkehr von dem in Misskredit geratenen Libor-Referenzzins wird für die US-Börse aus Sicht von Fed-Direktor Jerome Powell eine teure Angelegenheit werden. Powell, der aller Voraussicht nach künftig die US-Notenbank leiten wird, rechnet damit, dass der Übergang zu einem neuen System für Broker und andere "mit erheblichen Kosten" verbunden sein wird. Auf die aktuelle Geldpolitik ging Powell in seiner am Donnerstag übertragenen Videobotschaft für eine Konferenz in New York nicht ein.

"Wir müssen einräumen, dass der Übergang kompliziert sein wird", sagte der 64-Jährige. "Trotz dieser Komplikationen und Kosten könnte sich ein Wechsel als notwendig erweisen." Eine Umstellung wird unter anderem deshalb erforderlich sein, weil mittelfristig die britische Finanzmarktaufsicht dem wegen Manipulationen in Verruf geratenen Libor-Satz abschaffen will. Marktteilnehmer könnten nicht auf die Funktionsfähigkeit des Satzes nach 2021 setzen, sagte Powell. Welch ein System den Referenzzinssatz künftig ersetzen soll, ist noch unklar.

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Laut einem Mitarbeiter des Weißen Hauses wird US-Präsident Donald Trump noch diesen Donnerstag seine Entscheidung bekanntgeben, wer Nachfolger von Janet Yellen an der Spitze der US-Notenbank wird. Dies wird zu US-Börsenschluss gegen 21.00 Uhr (MEZ) erwartet.

Quelle:  Handelsblatt Online
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