Die Modelle von Vacheron Constantin gelten als Inbegriff der Uhrmacherkunst. Doch obwohl die Genfer den Vergleich mit der weltweit führenden Kultmarke Patek Philippe kaum zu scheuen brauchen, sind sie immer noch deutlich günstiger zu haben. Das könnte sich nach dem 3. April ändern. Dann dreht sich beim Genfer Auktionshaus Antiquorum alles um die Marke mit dem Malteserkreuz. Auf dem bedeutendsten Sammlertermin des Jahres, der Themenauktion zum 250. Geburtstag des ältesten Uhrenhauses der Welt, demonstrieren die 250 angebotenen Stücke die Modellpalette der Horlogérie à la Vacheron. Vor allem bei den Modellen aus den Vierziger- und Fünfzigerjahren mit ungewöhnlichen Gehäuseformen winken Sammlern noch Entdeckungen. Hier sind es die meist rechteckigen Typen wie Papillon oder Cioccolatone mit niedrigen Schätzungen von 5000 bis 45 000 Euro. Ihrer Zeit voraus waren auch die runden Art-déco-Modelle Blue Sapphire oder Black Mystery mit günstigen Taxen um 8000 Euro. Deutlich teurer wird es bei Uhren, die mehr als nur die Zeit anzeigen. Bei der Referenznummer 4261, einem ultraflachen Modell von 1954, addieren sich Minutenrepetition (Gongschläge), Diamantbesatz, Platingehäuse und eine Miniauflage von zwei Stück zu einem Preis von rund 300 000 Franken. Der Clou der Auktion: Acht eigens für das Jubiläum gefertigte Spitzenmodelle. Da es sich größtenteils um Unikate handelt, sind Zuschlagspreise in siebenstelliger Höhe wahrscheinlich. Eine glanzvolle Einführung in die Welt von Vacheron gibt der 474-seitige Referenzkatalog (Kontakt: siehe Tabelle).
Finanzen: UHRENAUKTIONen I Aus dem Schatten
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