Aktiencrash: Fondsmanager: "Unternehmensgewinne steigen weiter"

Aktiencrash: Fondsmanager: "Unternehmensgewinne steigen weiter"

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Hans-Peter Schupp, Vorstand und Fondsmanager bei Fidemecum

von Heike Schwerdtfeger

Hans-Peter Schupp schwimmt gerne gegen den Strom. Jetzt nutzt er die niedrigeren Aktienpreise, um bereits bestehende Positionen aufzustocken. Hohe Kursverluste seien typisch im aktuellen Aktienzyklus, meint er.

„Zu qualitativ guten Unternehmensbeteiligungen, also Aktien, gibt es angesichts der Verschuldungsprobleme der Staaten keine Alternative", das ist für Hans-Peter Schupp, Fondsmanager beim Bad Homburger Vermögensverwalter Fidecum, auch nach dem aktuellen Kursrutsch keine Frage. Zwar hat auch sein Fidecum Contrarian Value in den vergangenen Tagen kräftig verloren, zudem er in Branchen wie Automobilhersteller und Fluglinien stark investiert ist. Die gehören zu den zyklischen Titeln, die sich bei einem aufkeimenden Konjunkturpessimismus mitunter schlecht entwickeln.

Für Investoren böten europäische Aktien mit einer günstigen Bewertung von im Schnitt dem Achtfachen der für 2011 erwarteten Gewinne allerdings gerade jetzt wieder gute Chancen, meint Schupp. Die jetzt wieder gewachsene Schuldenangst nutzt er, um einige Positionen aufzustocken: bei Banken ohne Investmentbanking wie Aareal und Crédit Agricole, aber auch bei Versicherern wie Aegon und Axa.

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Großanleger mit Stopp-loss-Orders

Hinter den Turbulenzen steckten vor allem Großanleger, die ihre Portfolios durch automatische Verkäufe sichern wollen und beispielsweise Aktien bei fallenden Kursen durch Stopp-loss-Orders automatisch auf den Markt werfen. Das bringt viel Schwung in den Markt. „Ich halte das für eine Chance und bin weiterhin dabei, das Portfolio noch offensiver zu gestalten, denn ich teile die Konjunkturangst nicht. Selbst bei einer geringen Abschwächung des Wachstums ist es doch so, dass nur das Gewinnwachstum etwas schwächer wird, die Gewinne der Unternehmen wachsen immer noch und dafür sind Aktien relativ günstig“, sagt Schupp. „Vor sechs Wochen war noch die Erwartung, dass der Dax in diesem Jahr 8000 Punkte erreichen könnte. Was hat sich denn fundamental bei den Unternehmen in dieser Zeit so stark verändert? Meiner Meinung nach kaum etwas“, sagt Schupp. „Wir befinden uns in der Endphase einer Seitwärtsbewegung, die in eine gewinninduzierte Hausse übergehen wird. In dieser Phase sind Verunsicherungen typisch. Im letzten Zyklus wurden Kursrückgänge sogar mit der Schweinegrippe begründet ."

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