Aktienskandal: Rapper 50 Cent soll Kurs manipuliert haben

Aktienskandal: Rapper 50 Cent soll Kurs manipuliert haben

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Rapper 50 Cent soll die Aktie eines Unternehmens gepusht haben, an dem er selbst große Anteile hält

von Niklas Hoyer

Der amerikanische Rapper 50 Cent hat seine Liebe für Aktien entdeckt. Die Aktie eines Werbeunternehmens pries er massiv über seinen Twitter-Account. Das Problem: 50 Cent ist selbst am Unternehmen beteiligt.

Fast hätte er seinem Namen alle Ehre gemacht. Der US-Rapper 50 Cent, mit bürgerlichem Namen Curtis James Jackson III, hat übers Wochenende die Aktie des US-Pennystocks H&H Imports (Börsenkürzel HNHI) beworben. Der Kurs sprang von weniger als 10 Cent am vergangenen Freitag auf fast 40 Cent am Montag. Das Unternehmen, das per TV-Direktwerbung für selbst-vertriebene Produkte wirbt, wurde plötzlich mit rund 80 Millionen Dollar bewertet.  50 Cent dürfte sich darüber freuen. Der Rapper ist selbst Großaktionär bei H&H Imports. Laut Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC hält er 30 Millionen Aktien. Der Kurssprung brachte ihm somit rund 10 Millionen Dollar ein - und dürfte nun für kritische Nachfragen der Börsenaufsicht sorgen. Bei der Twitter-Werbung könnte es sich um verbotene Kursmanipulation handeln.

Aktientipps an 3,8 Millionen "Freunde"

Über sein Nutzerkonto beim Internet-Kurznachrichtendienst Twitter, das 3,8 Millionen Fans verfolgen, warb 50 Cent am Wochenende massiv für die Aktie. "Meine Freunde sagen, ich soll aufhören über HNHI zu schreiben, damit wir all das Geld bekommen. Hahaha. Probier es aus, es ist ein super Geschäft", soll eine der Kurznachrichten laut US-Medienberichten gelautet haben. Mittlerweile sind die Einträge gelöscht. Nun gibt sich 50 Cent auf Twitter versöhnlicher: "HNHI ist das richtige Investment für mich. Es mag das richtige für Dich sein, oder auch nicht. Mach Deine Hausaufgaben", lautete am Montag eine Nachricht auf seinem offiziellen Twitter-Account. Außerdem legte der Rapper nun über Twitter offen, dass er selbst Aktien von H&H hält.

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Am Wochenende hatte 50 Cent auf der Unterhaltungselektronik-Messe CES in Las Vegas noch drahtlose Kopfhörer vorgestellt, die in einer Kooperation mit H&H Imports vertrieben werden. Doch die Erlöse aus dieser Kooperation reichten 50 Cent anscheinend nicht. Für zusätzliche Kursgewinne wollte er selbst sorgen. Nun dürfte ihm dies massiven Ärger einbringen - im Milieu der Gangster-Rapper aber auch Anerkennung. Schon in früheren Jahren hatte 50 Cent sein Leben verfilmen lassen und den Film 2006 unter dem Titel seines Debüt-Albums "Get Rich or Die Tryin'" (Werde reich oder stirb dabei, es zu versuchen) in die Kinos gebracht. Zumindest diesem Motto bleibt er treu.

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