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Anlegerschutz: Statistiken schützen nicht vor Fehlberatung - Seite 2

Anlegerschutz: Statistiken schützen nicht vor Fehlberatung

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Verkäufer von Investmentfonds sind außen vor

Noch problematischer ist allerdings, dass nur Bankberater in die Liste aufgenommen werden, nicht aber Verkäufer von Investmentfonds oder Beteiligungsmodellen (geschlossene Fonds), die mit einer Gewerbeerlaubnis auf Anlegerfang gehen dürfen und auch in keiner Bankerliste auftauchen. Für sie gelten weiterhin laxe Weiterbildungsstandards und sie unterliegen nur der örtlichen Gewerbeaufsicht, deren Spezialgebiet sicherlich nicht die Bankberatung ist. Wer dem Bürger vorgaukelt, Tabellen führten zu einer besseren Anlageberatung, der erweist ihm einen Bärendienst. Sie nimmt nur Fälle auf, bei denen bereits etwas schief gegangen ist. Das Geld wurde also bereits versenkt und ohne eine gerichtliche Klage wird der Anleger es kaum zurückbekommen können. Diese Möglichkeit bestand allerdings immer schon.

Da häufig Zielvorgaben der Bankchefs Berater zum Verkauf riskanter Produkte nötigen, trifft die Datei die Falschen.  Die Zweiteilung im Beratermarkt, die es nur in Deutschland gibt, wird zementiert: Hier streng regulierte Bankberater und Finanzinstituten angeschlossene Vermittler, dort Vermittler, die nur mit einem Gewerbeschein Fonds verkaufen dürfen.

Dioxin statt Anlegerschutz

Verbraucherschutzministerin Aigner startete 2009 furios mit einem Bündel von Forderungen zum Anlegerschutz: Per Gesetz sollte es provisionsgierigen Beratern erschwert werden, Anlegern zu riskante Produkte zu verkaufen. Pflicht wurde bisher nur das Beratungsprotokoll. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) setzte sich erfolgreich für die rund 80 000 freien Vermittler ein. Im Sinn der Erfinderin war das nicht: "Der Verbraucher hat einen Anspruch auf eine sachkundige und ordentliche Beratung, und zwar völlig gleichgültig, ob er ein Wertpapier bei einer Bank, eine Rentenversicherung bei einem Versicherungsvermittler oder eine Fondsanlage bei einem freien Finanzvermittler oder einem Strukturvertrieb erwirbt", sagte Aigner der WirtschaftsWoche im November. Jetzt gilt ihr Kampf aber dem Dioxin-Skandal, da bleibt für den Anlegerschutz weniger Kraft und Zeit.

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10 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 26.01.2011, 17:44 UhrAnonymer Benutzer: vobageschaedigt

    Leider wird von unserer Regierung wieder ein bürokratisches Monster geschaffen, das viel Geld kostet und wohl nicht viel bringt!
    Alles nur Sonntagsreden, viel Gelaber, aber die eigentlichen Spitzbuben (s.banker) dürften wohl wieder gut wegkommen!
    Die banker, die in den 90er-Jahren DG-Anlagen als sichere Altersvorsorge angedreht haben, sind entweder in Rente oder haben sich eine andere beratertätigkeit gesucht, nur dieses burschen kann man nichts mehr anhaben!!

  • 26.01.2011, 09:40 UhrAnonymer Benutzer: Verbraucher

    Wenn es schon um Listen geht - genau dann bitte auch die
    - Autowerkstätten die unnötige oder überteuerte Reparaturen durchführen,
    - bäcker und Metzger die minderwertige Produkte anbieten und einen unverschämterweise fragen "darfs noch was mehr sein"
    - jeden einzelnen Handwerker, der arbeiten anders ausführt als man es sich selber erträumt
    - jeden Einzelhandelskaufmann, der einem Produkte verkauft die eventuell nicht ganz den beworbenen Eigenschaften entsprechen
    - jede Putzfrau, die nicht 150%ig putzt
    - jeden Lebensmittelanbieter, da die Lebensmittel dick mache können, oft minderwertig sind oder mit fadenscheiniger Werbung gearbeitet wird
    - jeden Werbetreibenden, da hier für alles unnütze Falschinformationen produziert werden
    und und und und - so eine Liste könnte für jeden beruf fortgesetzt werden. Hauptsache allen Verbraucherschafen wird das denken abgenommen!
    Ach ein paar ganz wichtige habe ich vergessen:
    - Politiker - schwarze Liste für alle nichtgehaltenen Versprechen, wegen mangeldem Erfolg, schlechter Vorbildeigenschaft und Milliardenverschwendungen (Ups da würde ja fast jeder aufgeführt werden)

  • 25.01.2011, 23:49 UhrAnonymer Benutzer: bankberater

    Der Fisch fängt immer vom Kopf an zu stinken. Super idee die kleinen Deppen am Markt bekommen mal wieder alles ab und die Superbankmanager und Vorstände sind mal wieder fein raus. Schön Verkaufdruck nach unten geben, dicke bonis einstreichen und wenn es schief geht steht der berater auf der schwarzen Liste. Tolle idee ihr Superpolitiker. Was ist mit den großen Versprechen auch mal in der obersten Führungsschicht anzusetzen. Außer Spesen nichts gewesen. Wenn wir schon mal bei Listen sind, dann bitte alle. Geldanlagen tätigen auch Versicherungsberater und Strukturvertriebe aber in diesem Land muß die Parteispende nur hoch genug sein und schon ist man fein rauß. Kommt last uns über alles schwarze Listen aufstellen und berufsverbote ausstellen. Fangen wir mal bei den fehlentscheidenden Politikern an und hören wir bei der kleine Frisöse auf die den Haarschnitt versaut hat.

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