Anleihen: Staatshilfen als Einladung für Spekulanten

Anleihen: Staatshilfen als Einladung für Spekulanten

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Inflation: Dass sie kommt, ist unter Experten unumstritten

von Heike Schwerdtfeger

Bantleon-Chefvolkswirt Harald Preißler erwartet trotz optimistischer Konjunktursignale mittelfristig keinen Inflationsschub und keine stark steigenden Zinsen.

Es gibt Anleihemanager, die lassen sich von der Griechenland-Hysterie und der hohen Staatsverschuldung mancher Länder nicht aus der Ruhe bringen. Das in Hannover gegründete Fondshaus Bantleon konzentriert sich auf solide europäische Anleihen und setzt vor allem auf deutsche Staatsanleihen, Pfandbriefe sowie Anleihen von KfW oder Bundesländern. Für das Haus stehen daher die Leitzinserwartungen und die Konjunkturdynamik im Vordergrund der Analyse.

Jörg Schubert, Leiter der Institutional Investment Solutions bei Bantleon, warnt allerdings davor, dass nach Hilfen für Griechenland die Spekulanten über den nächsten Wackelkandidaten herfallen könnten und die Euroländer zu weiteren Hilfen zwingen würden.

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Preisdruck durch Rohstoffe

Bantleon-Chefvolkswirt Harald Preißler rechnet trotz der hohen Staatsverschuldung im Euroland mittelfristig nicht mit großen Inflationsgefahren. „Das Momentum der Kerninflationsrate zeigt nach unten. Zwar wird der Tiefpunkt im zweiten Quartal erreicht sein, aber in den kommenden zwei Jahren bleibt die Deflation eher ein Problem als eine zu starke Inflation.“

Preißler sieht allerdings auch, dass der Preisdruck beispielsweise über Rohstoffpreise zunimmt. „Es gibt viele gegenläufige Einflussfaktoren, aber letztlich wird die Preissteigerung niedrig bleiben und auch die Leitzinsen werden auf niedrigem Niveau verharren.“

Daran ändere auch die gute Exporttätigkeit in der Eurozone zunächst nichts. „Vor allem der Handel mit Asien reicht schon wieder fast an das Vorkrisenniveau heran“, so Preißler. Schwach seien allerdings die Exporte in die USA und nach Großbritannien.

Preißler entzaubert zudem zwei populäre Mythen: Trotz der extrem tiefen Kapazitätsauslastung der Unternehmen würden sie durchaus kräftig investieren. Und das widerspricht auch der Annahme, dass es ohne eine Zunahme der Kreditvergabe der Banken keine Investitionen gäbe. „Die Kreditvergabe der Banken hinkt einem Konjunkturaufschwung  immer hinterher“, so Preißler.

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