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Ansprüche gestutzt: Bundesregierung verschärft Bonusregeln für Banker

von Sven Afhüppe; handelsblatt

Die Bundesregierung will Managern von Banken und Versicherungen, die auf Staatshilfe angewiesen sind, stärker an die Bonuszahlungen. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen planen die Bundesministerien für Finanzen und Justiz dazu, das Gesetz zur Regelung der Vergütungssysteme von Banken und Versicherungen nachzubessern.

Wolfgang Schäuble Quelle: APN
Wolfgang Schäuble Quelle: APN

„Wir arbeiten an einer Ergänzung der Bonusregeln für finanziell angeschlagene Institute“, sagte eine Sprecherin von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). In Absprache mit dem Bundesjustizministerium prüft das Finanzministerium eine Verschärfung der Vergütungsregeln. Demnach soll es künftig möglich sein, Managern angeschlagener Institute die Bonuszahlungen nicht nur einzufrieren, sondern vollständig zu streichen. Die Regierung klärt derzeit, ob ein solcher Eingriff mit der Verfassung vereinbar ist.

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Mit dem Gesetz zur Regelung der Vergütungssysteme wollte die Regierung Gehaltsexzesse unterbinden, die nach Ansicht von Politikern und breiten Schichten der Bevölkerung mit eine Ursache für die Finanzkrise waren. Besonders kritisiert wurde in den vergangenen Monaten, dass Banken, die auf finanzielle Unterstützung des Steuerzahlers angewiesen waren und sind, wieder üppige Boni ausschütten.

Die jetzt geplante Nachbesserung des Vergütungsgesetzes geht auf einen Beschluss des Bundestags-Finanzausschusses von Mitte Juni zurück. Danach sollen für Manager und leitende Angestellte von Kreditinstituten, die staatliche Unterstützungen erhalten, Boni-Ansprüche automatisch gestrichen werden. Auch leitende Angestellte von Banken und Versicherungen, denen die Finanzaufsicht BaFin die Auszahlung von Boni wegen einer zu geringen Eigenkapitalausstattung verboten hat, geraten in den Fokus der Politik. Sie hatten bisher die Möglichkeit, ihre Boni rückwirkend zu erhalten. Künftig soll ihnen „nach Ablauf eines gewissen Zeitraums“ die Möglichkeit gestrichen werden, die Bonuszahlungen nachzuholen. Im Gespräch ist eine Frist von zwei Jahren.

Vorstoß der FDP

„Sollte sich die wirtschaftliche Lage einer Bank nach Ablauf dieser Zeit nicht verbessert haben, sind die finanziellen Probleme so groß, dass sich eine spätere Auszahlung von Boni verbietet“, sagte der FDP-Finanzexperte Björn Sänger dem Handelsblatt. CDU-Finanzexperte Leo Dautzenberg unterstützt den Vorstoß.

Aber: „Für einen solchen Eingriff in die Eigentumsrechte müssen aber alle rechtlichen Bedenken ausgeräumt sein“, sagte er dem Handelsblatt.

Die Finanzexperten von FDP und Union machen nun Druck auf die Ministerien, das Thema schnell anzugehen. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen will die Regierung ihre überarbeiteten Pläne noch in dieser Woche vorlegen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 10.08.2010, 00:55 UhrAnonymer Benutzer: Reiner Pforr aus Dippach

    Habe eine Holzbank! bin ich auch betroffen?

  • 09.08.2010, 22:23 UhrAnonymer Benutzer: DUMMES GESCHWÄTZ

    spätestens nach dem ersten Treffen in Karlsruhe stellt sich raus, es war nur DUMMES GESCHWÄTZ, als eine rein populistische Maßnahme.
    Seit wann darf ein unbedarfter berufspolitiker bestimmen, wann, in wieviel Jahren boni gezahlt werden sollen. Es wird ja auch nicht das erste Gesetz sein was den Kaspern um die Ohren fliegt.
    Aber vielleicht, sollten mal Politiker nur nach Erfolgen bezahlt werden. Das wäre doch was. Würden fast alle Hartz iV bekommen,

    aber vorher wird der Regelsatz auf 8000 Euro angehoben !!

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