Anti-Atomkraft: Solaraktien

Anti-Atomkraft: Solaraktien

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Eine Photovoltaik-Anlage von Conergy auf einem Fabrikdach

von Niklas Hoyer

Die Angst vor einer Kernschmelze in Japan hat den Atomkraft-Gegnern Zulauf beschert. Das beflügelt Solaraktien – aber nicht alle in gleichem Maße.

Als Reaktion auf die unkontrollierbare Atom-Situation in Japan sind die Kurse von Solaraktien kräftig gestiegen. Das Kalkül dahinter: Der Ausbau alternativer Energien dürfte nun deutlich schneller erfolgen. Politiker aller Couleur werden die erneuerbaren Energien stärker unterstützen. Nachdem die Solarbranche 2010 in Deutschland noch Kürzungen ihrer Einspeisevergütungen akzeptieren musste, könnte die Skepsis über die jahrzehntelang garantierte Milliarden-Förderung nun in den Hintergrund rücken. Wurde bislang angesichts der billigen chinesischen Konkurrenz noch mit einem zunehmenden Wettbewerbsdruck gerechnet, der zu einer massiven Auslese innerhalb der Solarbranche führen würde, trauen Anlegern nun selbst kleineren inländischen Unternehmen zu, dass sie am weltweiten Solarboom teilhaben.

Anstieg um 37 Prozent

Seit Freitag hat vor allem der deutsche Branchenprimus Solarworld an der Börse massiv zugelegt. Der Aktienkurs stieg von Freitag bis Dienstag Vormittag um über 37 Prozent. Phoenix Solar, aus dem bayrischen Sulzemoos, legte an der Börse im gleichen Zeitraum um fast 20 Prozent zu. Neben dem Japan-Effekt schlugen sich bei Phoenix Solar auch neue Geschäftszahlen nieder. Der Projektierer und Betreiber von Solar-Großkraftwerken vermeldete am Dienstag einen Umsatz- und Gewinnsprung. Allein der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) verdreifachte sich laut den vorläufigen Zahlen. Stark profitiert hat auch der Solarzulieferer SMA Solar (+17% seit Freitag). SMA Solar stellt Wechselrichter her, die den in Solardachanlagen und -kraftwerken gewonnenen Gleichstrom in den für das Stromnetz benötigten Wechselstrom umwandeln. Weitere Solargewinner waren Centrotherm Photovoltaics (+14 Prozent seit Freitag) und Centrosolar (+12 Prozent). Centrosolar legte am Dienstag ebenfalls gute Zahlen für 2010 vor. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) hat sich fast vervierfacht. Unternehmen wie Centrosolar, die mit knapp 60 Prozent schon mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland erzielen, profitierten infolge des Japan-Schocks aber weniger als Solarunternehmen mit Schwerpunkt in Deutschland. Ihre Aktienkurse waren dafür schon in den Monaten vor den aktuellen Ereignissen gestiegen. Anders sah es bei den vor allem in Deutschland aktiven Konkurrenten aus. Der Solarworld-Kurs hinkt dem Gesamtmarkt etwa seit rund zweieinhalb Jahren deutlich hinterher.

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