Banken: DZ Bank zaudert bei reichen Privatkunden

Banken: DZ Bank zaudert bei reichen Privatkunden

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Wolfgang Kirsch, Vorstandschef der DZ Bank

Dem Zentralinstitut von Volks- und Raiffeisenbanken droht ein Fehlstart beim neuen Private-Banking-Auftritt.

Noch im Sommer war Wolfgang Kirsch bester Laune. „Wir liegen bei unseren Private-Banking-Vorhaben voll im Plan“, sagte der Vorstandschef der Frankfurter DZ Bank, der Zentralbank für mehr als 1000 Volks- und Raiffeisenbanken. Gemeinsam mit der Düsseldorfer WGZ-Bank, der zweiten genossenschaftlichen Zentralbank in Deutschland, wollte Kirsch die Betreuung von vermögenden Privatkunden forcieren und dafür eigens die VR Privatbanken gründen. Sie sollte spezielle Produkte für die reiche Klientel entwickeln, die Volks- und Raiffeisenbanken sollten die Angebote über ihre Filialen vertreiben. Starten wollte Kirsch „auf jeden Fall ab Herbst“.

Grafik: Vermögende Deutsche

Grafik: Vermögende Deutsche

Doch daraus wird nichts. Am 25. November soll der Aufsichtsrat der Bank über den Stand der Arbeiten informiert werden. Kritische Nachfragen sind programmiert. Der Zeitplan läuft immer mehr aus dem Ruder. Offiziell will die DZ Bank von den Verzögerungen nichts wissen. Doch an dem Vorhaben beteiligte Manager schlagen Alarm: „Das Projekt sorgt in der Bank für ein Hauen und Stechen um Zuständigkeiten und Kompetenzen.“ Durch die Querelen gebe es „gewaltige Verzögerungen in der Umsetzungsphase“. Internen Plänen zufolge schaffe man den Abschluss des Vorhabens frühestens im kommenden Jahr.

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Der Verzug trifft den genossenschaftlichen Finanzverbund zur Unzeit – vor allem die DZ Bank, die 2008 rund eine Milliarde Euro Verlust geschrieben hatte. Um auf die Folgen der Finanzkrise zu reagieren, muss das Institut kräftig sparen und schnell neue Ertragsquellen auftun. Bis Ende 2011 sollen 450 Stellen im In- und Ausland wegfallen. Da könnten die Private-Banking-Aktivitäten den dringend benötigten Geldsegen bringen.

Positives Image nutzen

Im Geschäft mit vermögenden Kunden sind noch immer attraktive Margen zu erzielen. Potenzial gibt es reichlich. Und seit vor allem Großbanken durch die Finanzkrise ins Trudeln gerieten, gelten die Volks- und Raiffeisenbanken als Fels in der Brandung. „Um das positive Image zu nutzen, setzen wir alles daran, die neue VR Privatbank Anfang des nächsten Jahres zum Laufen zu bekommen“, sagt ein an dem Projekt Beteiligter. Ein Paukenschlag sei aber nicht zu erwarten, weil es noch zu viele Baustellen gebe: „Bislang sind noch nicht einmal alle Schlüsselpositionen besetzt.“

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