Bankenregulierung: Mehr Eigenkapitalpuffer für Banken

Bankenregulierung: Mehr Eigenkapitalpuffer für Banken

von Christof Schürmann

Banken könnten sich und ihre Kunden mit mehr Eigenkapital vor den Folgen von Verlustgeschäften schützen. Das geht auch, ohne eine Kreditklemme herauf zu beschwören.

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Mehr Eigenkapital

Die einfachste Methode, um Banken stärker für mögliche Verluste aus ihren Geschäften haftbar zu machen, wäre eine Erhöhung des Eigenkapitals. Das Eigenkapital haftet praktisch für Verluste. Je höher der Puffer, desto geringer das Risiko, dass der Steuerzahler in die Bresche springen muss. Um Unternehmen und Verbrauchern nicht den Zugang zu Bankkrediten zu verwehren, sollte die gültige Mindestausstattung von vier Prozent an hinterlegtem Kapital für übliche Bankgeschäfte unangetastet bleiben. So bliebe der Spielraum für Geschäftsausweitung der Banken und Expansion der Wirtschaft erhalten.

Beispiel Deutsche Bank

Bei 25 Prozent Eigenkapitalpuffer für ihre riskanten Geschäfte und vier Prozent für ihr sonstiges Geschäft würde sie beispielhaft – gemessen an ihrer Bilanzsumme nach den US-Regeln GAAP – derzeit 93 Milliarden Euro an Eigenkapital benötigen. Zum aktuellen Ist-Kapital von 37 Milliarden Euro fehlten also 56 Milliarden. In den vergangenen zehn Jahren hat die Bank 34 Milliarden Euro verdient und zwischen 2002 und 2008 knapp 15 Milliarden Euro für Rückkauf eigener Aktien ausgegeben. Wären Gewinne und Ausgaben ins Eigenkapital -geflossen, fehlten ihr schon heute nur noch sieben Milliarden, um auf den beispielhaften Puffer zu kommen.

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