Börse: Neuer Ölpreisrekord drückt Dax weiter ins Minus

Börse: Neuer Ölpreisrekord drückt Dax weiter ins Minus

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Börsenmakler beobachtet an der Frankfurter Wertpapierbörse die Aktienkurse auf mehreren Computern

Neue Rekordstände beim Ölpreis und deutliche Verluste an der New Yorker Wall Street sowie an den asiatischen Börsen drücken den Dax weiter in Minus.

Der deutsche Leitindex verliert rund ein Prozent und rutscht unter 6400 Punkte. Schlechte Nachrichten wie der Ölpreis hatten gestern den Dow-Jones-Index einbrechen lassen. Das US-Börsenbarometer verlor fast 360 Punkte oder 3,03 Prozent auf 11.453,42 Punkte und sank auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren. Damit liegt der Dow-Jones-Index mittlerweile um 19 Prozent unter seinem Rekordhoch vom Oktober 2007.

Auch in Asien ging es heute weiter bergab. Der japanische Nikkei-Index verbuchte den siebten Tag mit Verlusten in Folge. Nach einem Minus von 2,01 Prozent schloss der Nikkei bei 13.544,36 Punkten. Und auch die Schweizer Börse ging wegen des hohen Ölpreises und schlechter Wirtschaftsnachrichten aus den USA sowie schlechten Vorlagen der asiatischen Börsen ebenfalls auf Sinkflug.

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Der Blue-Chips-Index SMI und der breit abgestützte SPI verloren in der ersten halben Handelsstunde jeweils 1,5 Prozent. Im Swiss Market Index (SMI), der sich auf 6846 Zähler ermäßigte, stand kein einziger Wert im Plus.

Ölpreis überspringt 141 Dollar

Eine Erholung ist kurzfristig nicht erkennbar. Der Ölpreis hat bereits die Rekordmarke von 141 Dollar geknackt. Getrieben wird er derzeit von Spekulationen über einen Preisanstieg auf bis zu 170 Dollar in diesem Sommer.

Ein Barrel (159 Liter) Leichtöl mit Lieferziel August kostete heute im elektronischen Handel der New Yorker Börse zeitweise 141,71 Dollar und damit 1,46 Dollar mehr als am Vortag. Da hatte er bereits einen Sprung von mehr als fünf Dollar gemacht und die Marke von 140 Dollar überschritten.

Grund des Anstiegs waren neben einer erneuten Schwächung des Dollars vor allem Äußerungen von OPEC-Präsident Chakib Khelil. Er halte einen Ölpreisanstieg auf 150 bis 170 Dollar noch in diesem Sommer für möglich, sagte Khelil dem Sender France 24. Ende des Jahres könnten die Preise dann wieder etwas sinken.

Einen Anstieg auf 200 Dollar halte er für unwahrscheinlich. Für weitere Unsicherheit sorgte der Chef der staatlichen Ölgesellschaft Libyens. Er schloss Medienberichten zufolge eine Produktionskürzung nicht aus, da der Markt hinreichend versorgt sei.

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