300 Millionen Euro eingesammelt: Deutsche Annington vermiest Anlegern die Laune

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300 Millionen Euro eingesammelt: Deutsche Annington vermiest Anlegern die Laune

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Ein Schild der Immobilienfirma Deutsche Annington steht in Bochum vor der Firmenzentrale.

Über Nacht warf die Deutsche Annington 16 Millionen neue Aktien auf den Markt und sackte so gut 300 Millionen Euro ein, die das Unternehmen für die Übernahme von 41.500 Wohnungen braucht. Die Aktie verlor prompt.

Wenige Tage nach der Ankündigung milliardenschwerer Zukäufe hat sich der Immobilienkonzern Deutsche Annington das nötige Kleingeld dafür besorgt. Das Bochumer Unternehmen warf über Nacht 16 Millionen neue Aktien zu je 19 Euro auf den Markt und sammelte dafür gut 300 Millionen Euro bei Profi-Investoren wie Fonds und Pensionskassen ein, wie es am Mittwoch mitteilte. Annington will bis Jahresende 41.500 Wohnungen der Konkurrenten Vitus und Dewag übernehmen und damit die Branchenführerschaft ausbauen. Inklusive Schulden kosten die Pakete 2,4 Milliarden Euro. Einen Großteil wird Vorstandschef Rolf Buch in Aktien bezahlen, daneben ist eine neue Anleihe geplant.

Die jüngste Kapitalerhöhung war am Markt zwar erwartet worden. Sie vermieste den Anlegern aber trotzdem die Laune: Die Annington-Aktie zählte mit einem Minus von 2,5 Prozent zu den größten Verlierern im Kleinwerteindex SDax. Am Dienstag war sie bei 19,92 Euro aus dem Xetra-Handel gegangen.

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Seit vergangenem Juli ist der Immobilienkonzern an der Börse notiert. Der Eigentümer Terra Firma, ein Finanzinvestor, hatte damals mit einem Ausgabepreis von 16,50 Euro deutliche Zugeständnisse machen müssen und sich deshalb nur von einem kleinen Aktienpaket getrennt. Nun nutzte er die Gelegenheit, elf Millionen weitere Annington-Aktien aus eigenem Bestand loszuschlagen. Das spülte gut 200 Millionen Euro in die Kasse der Beteiligungsgesellschaft, die jetzt noch 67,3 Prozent an Annington hält. Für den Immobilienkonzern wiederum steigen mit dem größeren Streubesitz die Chancen auf einen Aufstieg in den Nebenwerteindex MDax.

Insgesamt hätten binnen kurzer Zeit ausreichend Kaufangebote für die Papiere vorgelegen, hieß es in Finanzkreisen. Vor allem ausländische Investoren suchen seit Ausbruch der Euro-Schuldenkrise deutsche Wohnimmobilien als sicheren Hafen. Begleitet wurde die Transaktion von JP Morgan und Bank of America Merrill Lynch.

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