Agrarpreise: Hitzige Schlachten um Getreide

KommentarAgrarpreise: Hitzige Schlachten um Getreide

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Die Straße bebt: Erst kommt das Essen, dann die Moral

von Frank Doll

Erst kommt das Essen, dann die Moral: Steigende Nahrungsmittelpreise werden allgemein wieder für Stress sorgen – nicht nur in der arabischen Welt.

Ungeachtet saisonaler Schwankungen bei Ernten und Lagerbeständen besteht eine strukturelle Angebotsknappheit bei Grundnahrungsmitteln. Die Agrarproduktion nimmt seit Jahren im Trend langsamer zu als die Weltbevölkerung. Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO müsste die globale Agrarproduktion bis 2050 um 70 Prozent steigen, um die Nahrungsbedürfnisse der Welt zu decken. Doch die Ackerflächen werden sich bis 2050 nur um fünf Prozent ausweiten.

Die jüngsten Preissprünge für Weizen , Mais und Sojabohnen sind nicht das Werk von bösen Spekulanten, sondern spiegeln das zunehmende Risiko von trockenheitsbedingten Ernteausfällen in wichtigen Anbauregionen.

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Damit steigt die Gefahr von Versorgungslücken und Unruhen, vor allem in der arabischen Welt, in der viele Länder besonders abhängig sind von Nahrungsmittelimporten. Ein steigender Ölpreis wäre die logische Folge, auch weil die Saudische Herrscherfamilie, um das Land ruhig zu halten, wieder Schecks an die Bevölkerung verteilen wird, die mit Öleinnahmen gedeckt werden müssen.

Auch in Peking wird man den inflationstreibenden Preissprung an den Agrarmärkten genau beobachten und die geldpolitischen Zügel möglicherweise weniger beherzt lockern als es sich die Internationale der Gelddruckfetischisten an den Finanzmärkten erhofft.

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