Air Berlin: Mehdorn hört als Vorstandschef bei Air Berlin auf

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Air Berlin: Mehdorn hört als Vorstandschef bei Air Berlin auf

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Mehdorn hört auf.

Hartmut Mehdorn hört als Vorstandschef bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft Air Berlin auf.

Sein Nachfolger wird mit sofortiger Wirkung der bisherige Strategie-Vorstand Wolfgang Prock-Schauer, wie das Unternehmen am Montag in einer Pflichtmitteilung für die Börse mitteilte. Der Manager war bisher für Strategie und Planung verantwortlich. Der 56-jährige Österreicher war im vergangenen Oktober von der Fluggesellschaft British Midland International (bmi) zu Air Berlin gestoßen. Mehdorn wird auch künftig dem Verwaltungsrat (Board of Directors) angehören.

Der frühere Chef der Deutschen Bahn war offiziell aber nur eine Übergangslösung. „Er hat das Unternehmen in der Krise der europäischen Luftfahrt auf einen neuen Weg gebracht, marktgerechter positioniert und entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt“, betonte Verwaltungsratschef Hans-Joachim Körber. Mit Prock-Schauer übernehme nun ein anerkannter Branchenexperte die Spitzenposition. Der neue Vorstandschef betonte: „Air Berlin steht vor großen Herausforderungen.“

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Der Lufthansa-Konkurrent kämpft mit roten Zahlen und muss daher massiv sparen, unter anderem durch höhere Ticketpreise und die Verkleinerung der Flugzeugflotte. Auch die immer wieder verzögerte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafen macht dem Unternehmen zu schaffen. Mehdorn hatte deshalb Schadenersatzklagen angekündigt.

Als Mehdorn 2009 Chef von Air Berlin wurde, trat er ein schweres Erbe an. Die Fluggesellschaft war unter seinem Vorgänger Joachim Hunold rapide gewachsen und hatte Konkurrenten wie DBA, LTU und Niki geschluckt. Das blieb auch nicht ohne Folgen für die Bilanz: Die Einkaufstour und die jahrelangen Verluste hinterließen Schulden von 850 Millionen Euro. Zunächst konnte Air Berlin die Kapitaldecke aufbessern. Sie stieg im September 2012 auf acht Prozent, Mitte des Jahres waren es noch vier Prozent. Allerdings arbeiten andere Fluggesellschaften mit 20 Prozent und mehr.

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Um über die Runden zu kommen, hat die Fluglinie Ende 2011 Etihad an Bord geholt. Die Airline aus der Golf-Metropole Abu Dhabi sicherte sich 30 Prozent der Aktien und stellte ein Darlehen über 255 Millionen Dollar zur Verfügung. Damals sagte Mehdorn, dass die Kooperation erste Erfolge zeige: „Wir profitieren sehr von der strategischen Partnerschaft.“ Mittlerweile ist der Kredit mit dem Großaktionär Etihad die Berlinern zu Beginn des Jahres aus der größten Not geholfen hatte, ist fast aufgebraucht. Und ein neues Darlehen ist nicht in Sicht.

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