Aktien, Anleihen, Fonds: Das Comeback der kooperativen Schweizer

Aktien, Anleihen, Fonds: Das Comeback der kooperativen Schweizer

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Trotz weiterhin laufenden Ermittlungen gegen die UBS, muss sie 545 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.

von Anton Riedl, Frank Doll und Heike Schwerdtfeger

Die schweizer Großbank UBS räumt mit Altlasten auf und verringert dadurch die Risiken der Finanzkrise. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: UBS - Das Comeback der kooperativen Schweizer

Wegen Zins- und Devisenmanipulationen bekommt die UBS von amerikanischen Behörden 545 Millionen Dollar Strafe aufgedrückt. Das ist viel weniger als erwartet. Der Grund: Die UBS hatte die Behörden als Erste über ihr Fehlverhalten informiert, zeigte sich einsichtig und kooperativ. Nachdem die Schweizer Großbank schon im vergangenen Jahr 774 Millionen Franken Strafe an Behörden in den USA, Großbritannien und der Schweiz gezahlt hat, haben sich damit nun die Restrisiken durch Altlasten der Finanzkrise erheblich verringert. Noch laufen zwar Ermittlungen gegen die UBS, in den USA etwa wegen Steuervergehen, doch mit Rückstellungen von 2,7 Milliarden Franken ist die Bank dagegen gut gerüstet.

Die starke Erholung des operativen Geschäfts wird davon nicht mehr beeinträchtigt: Im ersten Quartal erzielte die UBS zwei Milliarden Franken Nettogewinn, fast doppelt so viel wie vor einem Jahr. Größter Gewinnbringer ist die Vermögensverwaltung. Hier sind die Schweizer mit mehr als zwei Billionen Franken Kundenvermögen weltweit die Nummer eins. Das lockt: Allein aus Asien flossen im Jahresverlauf zwölf Prozent mehr Anlagegelder herein. Kein Wunder, dass die UBS in dieser Region ihr Geschäft ausbauen will – etwa mit einer angestrebten Beteiligung an der großen chinesischen Staatsbank PSBC.

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Auch das Wertpapiergeschäft der Schweizer floriert. Im ersten Quartal stieg der operative Gewinn um mehr als die Hälfte. Nun zahlt sich aus, dass die UBS zwar das Investmentbanking verkleinerte, aber keineswegs abschaffte. Derzeit holt die UBS vor allem dank regem Handel mit Aktien und Anleihen kräftig Provisionen herein. Das heißt: hoher Gewinn, ohne hohe Risiken eingehen zu müssen. Dabei ist die harte Kernkapitalquote der UBS mit 13,7 Prozent ohnehin eine der besten der Branche.

Aktientipp: Carlsberg - Prosit auf Russen-Rubel und asiatischen Durst

Um 46 Prozent sind die Aktien des Braugiganten Anheuser- Busch Inbev seit Empfehlung in WirtschaftsWoche 16/2014 gestiegen. Der Trend stimmt zwar, doch mittlerweile kostet die Aktie an den Börsen viermal so viel wie das voraussichtliche Geschäftsvolumen von Anheuser in diesem Jahr. Nur das 1,5-Fache des Jahresumsatzes müssen Anleger für den dänischen Konkurrenten Carlsberg auf den Tresen legen.

Carlsberg-Aktien hängen hinterher, weil die Dänen mit 38 Prozent Marktanteil die Nummer eins in Russland sind – und der russische Biermarkt krisenbedingt derzeit mit einer Jahresrate von zehn Prozent schrumpft. Allerdings könnte das erste Quartal den Tiefpunkt markiert haben. Immerhin ist der Rubel seither um ein Drittel gestiegen. Und schon zehn Prozent mehr im Rubel erhöhen bei Carlsberg den operativen Gewinn um 200 Millionen Dänenkronen (27 Millionen Euro).

Gut zulegen kann Carlsberg in Asien. Mit einem jährlichen Absatzplus von 27 Prozent wächst die wichtige Konzernmarke Tuborg dank der Nachfrage in den Massenmärkten China und Indien so stark wie kein anderes internationales Premiumbier. Im westchinesischen Xinjiang übernimmt Carlsberg den Brauer Wusu Beer, in Myanmar wurde Anfang Mai eine neue Brauerei eröffnet. Ein Viertel seines Geschäfts macht Carlsberg mittlerweile in Asien – mit operativen Margen, die doppelt so hoch sind wie in Westeuropa.

Dabei verdienen die Dänen auch im stagnierenden europäischen Biermarkt gutes Geld. Um fünf Prozent kletterte der Absatz hier im ersten Quartal, der Umsatz legte sogar um sieben Prozent zu. Dank starker Premiummarken kann Carlsberg verkaufte Mengen und Preise erhöhen.

Insgesamt sollten die Dänen spätestens 2016 ihren bisherigen Rekordumsatz von 67 Milliarden Kronen (2012) übertreffen. Dank hoher Renditen in Asien und Kostensenkungen durch eine kleinere Verwaltung dürfte der Gewinn mindestens ähnlich zulegen.

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