Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

von Frank Doll, Anton Riedl und Christof Schürmann

Der Schweizer Vermögensverwalter Adamant hat die Lage auf dem chinesischen Gesundheitsmarkt früher erkannt als die Konkurrenz. Der Fond bietet daher attraktive Investitionschancen. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Zwei Drittel der Weltbevölkerung leben in Asien, wo die Bevölkerung zugleich rapide altert. In Südkorea etwa hat sich die Lebenserwartung seit den Siebzigerjahren um 24 Jahre verlängert, Japan liegt mit einer Lebenserwartung von 87 Jahren bei Frauen und 80 Jahren bei Männern weltweit an der Spitze. Diese demografische Entwicklung wird sich in China und anderen Ländern der Region wiederholen. Entsprechend zunehmen werden auch dort chronische Krankheiten, die vermehrt im Alter auftreten.

Die Gesundheitsmärkte in den bevölkerungsreichen Ländern der Region befinden sich noch im Aufbau. In China erreichen die Gesundheitsausgaben 5,2 Prozent der Wirtschaftsleistung, in Indien 3,9 Prozent und in Indonesien gar nur 2,7 Prozent. Zum Vergleich: Japan und Südkorea kommen hier auf Quoten von 9,3 und 7,2 Prozent. Die chinesische Regierung will mindestens das Niveau von Südkorea erreichen. Das bedeutete für den chinesischen Gesundheitsmarkt 15 Prozent Wachstum pro Jahr. Zusätzliche Gesundheitseinrichtungen müssen ausgestattet werden mit medizinischen Instrumenten und Geräten. Für zusätzlichen Bedarf nach medizinischer Versorgung sorgt neben der Alterung der Bevölkerung das Nachahmen ungesunder westlicher Ess- und Lebensgewohnheiten. Wohlstandskrankheiten wie Bluthochdruck, Asthma und Diabetes treten immer häufiger auf. In China gibt es bereits 100 Millionen Diabetiker, jeder dritte Stadtbewohner is(s)t zu fett.

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Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

  • Eigene Strategie festlegen

    Gegen die größer werdenden Unwägbarkeiten sollte man sich zuallererst mit einer Strategie wappnen: Wer an kräftiges Wachstum in Deutschland glaubt, an einen anhaltenden Boom der Schwellenländer und hohen privaten Konsum, kann weiter am Aktienmarkt investieren. Wer skeptisch ist, sollte seine Bestände hingegen nicht aufstocken.

  • Widerstandskraft zeigen

    Eng verbunden mit der ersten Regel: Immer wieder kommt es vor, dass sich Dinge anders entwickeln, als man erwartet hat. Es ist wichtig, sich selbst immer wieder zu hinterfragen und nicht jeder Entwicklung hinterherzulaufen. Eine solche Reaktion zeugt nicht von einem geringen Vertrauen in die eigene Strategie. Es kostet meist auch Geld, weil die Masse schon vorher diese Richtung eingeschlagen und das Gros an Rendite eingefahren hat.

  • Richtig mischen

    Groß oder klein, spekulativ oder konservativ, liquide oder illiquide, dividendenstark oder dividendenschwach, Substanz oder Wachstum: Bei Aktien ist die Auswahl riesig. Der richtige Mix aus spekulativen und konservativen Titeln hilft, Schwankungen zwischen guten und schlechten Zeiten auszugleichen. Nicht zu unterschätzen sind starke Dividendenzahler, die Jahr für Jahr den Grundstock für eine solide Rendite legen.

  • Barrieren einbauen

    Keine Frage, die Börsen haben in den vergangenen zehn Jahren stärker geschwankt als in allen Dekaden zuvor. Das wird so bleiben, mit wachsendem Computerhandel sogar noch zunehmen. Wer sein Risiko minimieren will, baut Barrieren ein – sogenannte Stopps. Gerne werden Stopps bei 20 Prozent über und unterhalb des aktuellen Kurses gewählt. Dann wird automatisch verkauft, wenn diese Grenzen erreicht sind. Kommt eine Phase überraschend steigender Kurse mit anhaltendem Aufwärtstrend, lässt sich die Barriere leicht nach oben verschieben. Wichtig ist dann, auch die Barriere am unteren Ende nachzuziehen.

  • Herdentrieb beobachten

    Wichtig in Phasen überraschender Kurssteigerungen oder -stürze ist es, das Verhalten der Masse zu beobachten. Ist es noch nachvollziehbar oder völlig irrational? Häufig ist es irrational. Dann hilft meist die zweite Regel: Widerstandskraft zeigen. Nach einigen Monaten kehrt die Rationalität von ganz allein zurück. Der Kurssturz aus dem vergangenen Jahr und die jüngste Entwicklung beweisen das gerade wieder.

  • Risiko rausnehmen

    Sind Aktien wie seit Jahresbeginn schon um 30, 40 oder gar 50 Prozent gestiegen, dann sind Anschlussgewinne in der Regel nur noch schwer zu erzielen. Phrasenverdächtig ist zwar die alte Weisheit: „An Gewinnmitnahmen ist noch niemand zugrunde gegangen.“ Richtig ist sie trotzdem.

  • Insidern folgen

    Firmenchefs haben einen gewaltigen Vorteil gegenüber normalen Aktionären. Sie wissen weit mehr als jeder Analyst oder Kommentator, wie es in ihrem Unternehmen aussieht. Insider nennt man sie deshalb. Sie melden ihre Orders innerhalb von fünf Handelstagen an die Börsenaufsicht Bafin. Das Handelsblatt veröffentlicht alle zwei Wochen das sogenannte Insider-Barometer, das aus der Summe aller Kauf- und Verkaufsorders Schlüsse für den weiteren Verlauf in Dax & Co. zieht. Jüngste Tendenz: Vorstände und Aufsichtsräte verkaufen mehr als sie kaufen. Vorsicht also!

  • Geopolitische Ereignisse beachten

    Terroranschläge und Naturkatastrophen kommen unerwartet. Politische Konflikte wie aktuell zwischen Israel und dem Iran schwelen meist länger. Entscheidende Wahlen wie jüngst in Russland und in diesem Jahr noch in Frankreich und den USA sind vorhersehbar und haben immer Einfluss auf die Börse. Dabei gilt generell: Wahljahre sind gute Börsenjahre.

  • Auf reale Werte setzen

    Mit Optionsscheinen oder Bonus-Zertifikaten lässt sich zwar aus einem Aufwärtstrend ein noch größerer Profit schlagen. Dies sind jedoch in der Regel Wetten ohne realen Hintergrund. Aktien sind reale Werte.

  • Moden misstrauen

    Vor allem Aktien einzelner Branchen unterliegen immer wieder gewissen Moden. Doch die wechseln wie im realen Leben, und manchmal geht das schneller, als man denkt. Das bekommt gerade die einst angesehene Solarenergie-Branche bitter zu spüren.

Inzwischen sind asiatische Gesundheitsunternehmen nicht nur Lizenznehmer westlicher Konzerne, sondern investieren selbst in Forschung und Entwicklung und werden so zu Partnern oder Konkurrenten der West-Konzerne. Die Entwicklung früh erkannt hat der Schweizer Vermögensverwalter Adamant. Schon 2006 legte er den Lacuna Adamant Asia Pacific Health auf. Der Fonds investiert vor allem in asiatische Gesundheitsfirmen. Wegen seines regionalen Schwerpunkts litt der Fonds seit 2013 unter einem Schwellenländer-Malus und blieb hinter der Branchenentwicklung zurück. Doch die Expertise des Managements überzeugt. Der Fonds sollte in Zukunft besser abschneiden als viele Konkurrenzprodukte.

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