Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

von Heike Schwerdtfeger, Anton Riedl und Sebastian Kirsch

Seit vier Jahren fällt der Umsatz des US-Pharmagiganten Merck & Co. Doch nun zeichnet sich erstmals eine Stabilisierung ab. Bei den Gewinnen geht es schon deutlich aufwärts und eine Dividendenerhöhung ist auch möglich. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Merck & Co.

Merck aus dem US-Bundesstaat New Jersey, fünftgrößter Arzneimittelhersteller der Welt, litt in den vergangenen Jahren schwer unter Nachahmerprodukten (Generika). Mercks wichtigstes Medikament, Singulair gegen Asthma, hatte 2012 seinen Patentschutz verloren. Konkurrenz durch Generika führte dazu, dass die Singulair-Umsätze einbrachen. Doch nun, bei noch drei Prozent Umsatzanteil, haben sie sich stabilisiert.

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Aktuell wichtiger sind nun neue Verkaufsschlager (Blockbuster). Januvia gegen Diabetes bringt jetzt 14 Prozent der gesamten Konzernumsätze, wächst solide und hat bis 2022 Patentschutz. Zetia (gegen zu hohes Cholesterin, zehn Prozent Umsatzanteil) legt um fünf bis sechs Prozent zu; Remicade (gegen Arthritis, fünf Prozent vom Umsatz) wächst zweistellig.

Darüber hinaus ist die Medikamenten-Pipeline gut bestückt. Merck forscht an 34 Präparaten und Projekten, 14 davon in der fortgeschrittenen Phase drei. Darunter sind Wirkstoffe gegen Massenleiden wie Alzheimer, Diabetes, Krebs oder Knochenschwund. Merck steckt respektable 15 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Wirkungslose Antibiotika Gefährlicher Kampf gegen Killerkeime

Viele Pharmakonzerne haben die Antibiotikaforschung vernachlässigt. Die WHO kritisiert: Passiert nichts, müssten Ärzte bald wieder hilflos zusehen, wie Menschen an kleinsten Wundinfektionen sterben.

Quelle: Fotolia

Einen Schub dürfte Merck durch die Übernahme von Idenix bekommen, eines Spezialisten für Medikamente gegen Hepatitis C. Der Kaufpreis lag zwar mit 3,9 Milliarden Dollar weit über dem Börsenwert von Idenix. Doch das Unternehmen gilt als Aufsteiger in der Branche, der an mehreren aussichtsreichen Medikamenten gegen die gefährliche Infektionskrankheit forscht, deren Virus weltweit 170 Millionen Menschen befallen hat. Finanziell ist die Übernahme kein Problem, da Merck soeben für 14 Milliarden das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten verkauft hat.

Merck hat damit nicht nur Spielraum für weitere Zukäufe. Auch die Dividende dürfte steigen. Solide finanziert ist der Pharmariese: Mit 52 Milliarden Dollar besteht die Bilanz fast zur Hälfte aus Eigenkapital.

John Deere

Die Agrarpreise sind unter Druck geraten. Soja, Mais oder Weizen sind billiger als 2013. Landwirte setzen deshalb weniger um und investieren weniger in neue Maschinen. Deshalb rechnet Maschinenbauer John Deere mit Rückgängen von fünf bis zehn Prozent bei Agrarmaschinen.

Einigung EU will Fördergrenzen für Biokraftstoffe

Biosprit aus Raps oder Soja ist stark umstritten. Die EU-Energieminister haben sich nun auf neue Regeln geeinigt. Doch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist noch nicht zufrieden.

Die EU-Staaten haben sich auf Fördergrenzen bei Biokraftstoffen geeinigt. Quelle: dpa

Kompensieren sollen diesen Rückgang teilweise die weniger bekannten Forstmaschinen, deren Wachstumsrate Deere auf zehn Prozent schätzt. Das Segment ist mit 15 Prozent Umsatzanteil aber deutlich zu klein, um den Rückgang der Agrarmaschinen auszugleichen.

Das spiegelte sich im zweiten Quartal 2014 wider, das im April endete. Der Umsatz fiel um neun Prozent, der Gewinn je Aktie um vier Prozent.

Seine Umsätze erzielt der Konzern zu zwei Dritteln in Nordamerika. Doch er expandiert global, hat im vergangenen Geschäftsjahr neue Werke in den Wachstumsmärkten China, Brasilien und Indien fertiggestellt. Bis 2017 soll der Anbau von Weizen, Soja, Mais und Reis weltweit weiter steigen, davon dürfte John Deere profitieren. So hält der Konzern an seiner Umsatzprognose fest: Er erwartet einen Umsatzanstieg von 37,8 Milliarden Dollar 2013 auf 50 Milliarden Dollar bis 2018. Für das Gesamtjahr 2014 rechnet John Deere weiter mit einem Gewinn von 3,3 Milliarden US-Dollar, knapp unter Vorjahresniveau. Dank der saisonalen Probleme gibt es John Deere für Langfrist-Anleger zu einem günstigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von zehn. Im Vergleich zum Durchschnitt des S&P 500-Index ist das aktuell ein Abschlag von mehr als einem Drittel.

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