Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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Seit Hornbachs Börsengang 1987 steigt der Umsatz ununterbrochen

von Anton Riedl, Frank Doll und Heike Schwerdtfeger

Die Baumarktkette Hornbach erhöht seinen Umsatz, Rohöl bietet neue Chancen und Indien wächst stetig. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: Hornbach - Die Weltmeister aus Landau in der Pfalz

Was auf den ersten Blick wie Routine aussieht, ist für Anleger eigentlich eine Rekordmeldung. Die Baumarktkette Hornbach erhöhte ihren Umsatz im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr (bis 28. Februar 2015) um sechs Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Seitdem das Unternehmen aus dem pfälzischen Landau im Juli 1987 an der Börse notiert ist, kletterte der Umsatz in jedem Jahr – und noch nie ist netto ein Verlust entstanden. Es dürfte weltweit nur ganz wenige Börsenunternehmen geben, die eine solche Erfolgsserie vorweisen können. Und es gibt keine Anzeichen, dass sich daran etwas ändert, im Gegenteil.

Der Branchenverband BHB rechnet in diesem Jahr bei Heimwerken, Bauen und Gartenprodukten mit bis zu 2,5 Prozent Wachstum. Motor ist der Bauboom, der den Bedarf für Do-it-yourself-Artikel und Gartengestaltung ankurbelt. Da viele Wohnungsbauprojekte in Deutschland erst anlaufen, dürfte die Nachfrage auf Jahre lebhaft bleiben.

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Auch das internationale Geschäft kommt in Bewegung. Erstmals seit drei Jahren hat Hornbach 2014/15 hier den Umsatz erhöht. 2016 ist ein weiterer Zuwachs in Sicht. In Österreich wurden soeben zwei neue Märkte eröffnet, zwölf sind es hier insgesamt.

Hornbach legt nicht nur im Volumen zu, sondern macht mehr Umsatz auf gleicher Fläche. Im Konzern sind es plus 4,0 Prozent, in Deutschland sogar 5,5 Prozent. Gleichzeitig steigt der Marktanteil hierzulande von zehn auf elf Prozent. Das dürfte dazu beitragen, dass die Nettomarge (Reingewinn vom Umsatz), die 2014 erstmals wieder leicht angestiegen ist, weiter anzieht. Unterm Strich könnten nach den letztjährigen 85 Millionen Euro dann an die 95 Millionen bleiben.

Ein Nachteil von Hornbach ist bisher die unübersichtliche Eigentümerstruktur. Die Baumärkte stecken in der Baumarkt AG, die wiederum zu 76 Prozent der Holding gehört. Hier hat die Familie alle Stammanteile, sichert sich damit den Einfluss.

Nun gibt es Überlegungen, aus Hornbach eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) zu machen. Damit könnte die Familie auch in Zukunft ihren Einfluss behalten, und für Kapitalanleger wäre Hornbach interessanter, weil dann die ungeliebten Vorzugsaktien wegfallen dürften.

Aktientipp: SJM Holdings - Investieren beim König des Glücksspiels

Noch vor gut einem Jahr platzten die Zockerpaläste in Macau aus allen Nähten. Die Casinos in der chinesischen Sonderwirtschaftszone meldeten Umsatzrekorde. Jetzt brechen die Spielumsätze schneller ein als während der Finanzkrise: Im ersten Quartal setzten die Spieler 36,6 Prozent weniger ein als im Vorjahr. Gründe für die Abwärtsdynamik: strengere Visa-Vorschriften für Festlandchinesen, Einführung von Rauchverboten und, vor allem, der Kampf Pekings gegen Korruption und Geldwäsche. Gelitten haben auch die Aktien der Casinobetreiber. Doch nach den heftigen Kursverlusten reizen die Titel jetzt mit einer tiefen Substanzbewertung und hohen Dividendenrenditen, etwa die Sociedade de Jogos de Macau (SJM) des legendären Casinotycoons Stanley Ho.

Der „King of Gambling“ kontrolliert über seine Sociedade de Turismo e Diversoes de Macau (STDM) rund 54 Prozent an SJM, die in Macau 18 Casinos und zwei Hotelkomplexe betreibt. Bei SJM deckt die Nettoliquidität fast 40 Prozent des Marktwerts von 7,5 Milliarden Dollar, die Rendite übersteigt sechs Prozent. Der 93-jährige Ho, mit einem geschätzten Vermögen von über drei Milliarden Dollar einer der reichsten Chinesen, ersteigerte 1961 die Lizenz für das Glücksspielmonopol in Macau und hatte dieses vier Dekaden inne.

Seit der Liberalisierung 2001 teilen sich sieben Glücksspielimperien den Markt. Auf lange Sicht sollte SJM Anlegern wieder Glück bringen. Denn Korruption und Zockermentalität werden auch die Kommunistische Partei in China überleben. Zudem ist Glücksspiel ein soziales Ventil für unzufriedene Bürger.

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