Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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Flotte Rendite: Renault-Filiale in Ahmedabad, Indien

von Frank Doll, Anton Riedl und Heike Schwerdtfeger

Biotechkonzern Amgen steigert Gewinn und Produktpalette, Commerzbank erholt sich und verspricht Dividende, Renault gewinnt an Investment-Qualität: Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: Amgen - Rentable Blockbuster und starke Pipeline

Aller Voraussicht nach dürften acht Medikamente des amerikanischen Biotechkonzerns Amgen in diesem Jahr jeweils mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz einbringen: An der Spitze Enbrel (gegen Rheuma), das derzeit mit einer Jahresrate von 30 Prozent zulegt, dann Prolia (gegen Knochenschwund) oder Sensipar gegen Erkrankungen der Schilddrüse. Die Klassiker Neupogen und Epogen (gegen Blutarmut) sind zwar leicht rückläufig. Doch angesichts einer Verkaufskarriere, die mittlerweile schon ein Vierteljahrhundert läuft, ist das kein Drama.

An neuen Medikamenten hat Amgen zudem eine ganze Reihe im Angebot. Im Juli erhielt Kyprolis (gegen Hautkrebs) von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA eine erweiterte Zulassung, worauf das Wachstum im Jahresvergleich auf 46 Prozent stieg. Neu zugelassen wurde Repatha (gegen zu hohen Cholesterinspiegel), dem Analysten Jahresumsätze in Milliardenhöhe zutrauen. Mit Imlygic wurde vor Kurzem die erste Virustherapie gegen Krebs zugelassen. Weitere Präparate gegen Tumorerkrankungen sind in der Pipeline. Mit Novartis forscht Amgen nach Medikamenten gegen Alzheimer. Zweimal in diesem Jahr hat Amgen seine Prognosen heraufgesetzt. Dank höherer Verkaufspreise und niedrigerer Herstellungskosten steigt nicht nur der Umsatz, die Gewinne legen sogar noch deutlicher zu.

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Aktientipp: Commerzbank - Fast schon wieder eine ganz normale Bank

Knapp zwei Prozent Rendite dürfte die Commerzbank-Aktie im nächsten Frühjahr abwerfen, wenn es erstmals seit acht Jahren wieder Dividende gibt – just in dem Moment, in dem Konkurrent Deutsche Bank aus Sanierungsgründen die Dividende streicht. Leisten kann sich die Bank die Gesamtausschüttung von 250 Millionen Euro:

Nach dem guten Geschäft in den ersten neun Monaten (Nettogewinn 853 Millionen Euro, plus 62 Prozent) dürfte 2015 insgesamt mehr als eine Milliarde Euro bleiben. Dass vor allem das Privatkundengeschäft läuft, ist ein gutes Zeichen: Es bestätigt die Neuausrichtung weg vom riskanten Wertpapiergeschäft hin zum klassischen Banking. Deshalb kann auch die Risikovorsorge weiter zurückgeführt werden, das Kernkapital (10,8 Prozent) zulegen. Mit 564 Milliarden Euro Bilanzsumme, 1100 Filialen und 51622 Mitarbeitern ist die Cobank auf dem Weg zu einem ganz normalen Geldhaus. Dafür sind gut 13 Milliarden Euro, mit denen die Bank derzeit an der Börse bezahlt, nicht viel auch wenn sie sich jetzt erst einmal einen neuen Chef suchen muss.

Aktientipp: Cash America - Die Bank des kleinen Mannes

Etwa 25 Millionen amerikanische Haushalte, fast 30 Prozent aller US-Haushalte, haben keinen oder nur einen eingeschränkten Zugang zu Bankdienstleistungen. Mangels ausreichender Sicherheiten bergen diese Kunden für klassische Geschäftsbanken unakzeptable Risiken. Entsprechend müssen klamme Amerikaner alternative Finanzierungswege suchen, um ihre monatlichen Rechnungen für Strom, Wasser, Kreditkarte oder Auto pünktlich zu begleichen. Als letzte Bargeldquelle bleibt ihnen oft nur der Gang zum Pfandhaus. Dort lässt sich als Sicherheit für Kredite praktisch alles hinterlegen, was sich zu Geld machen lässt, von Gold- und Diamantschmuck über Uhren, Elektronikgeräte bis hin zum Auto. Wird der Kredit innerhalb einer Frist von meist drei Monaten nicht zurückgezahlt, geht das Eigentum des Schuldners in den Besitz des Pfandhauses über und wird verkauft.

Cash America betreibt in den USA die größte Pfandhauskette mit 825 Leihhäusern in 20 Bundesstaaten. Außerdem bietet das 1983 im texanischen Fort Worth gegründete Unternehmen kurzfristige Überbrückungskredite an, mit denen sich finanzielle Engpässe bis zum Eingang des nächsten Gehaltsschecks überbrücken lassen. Gut 60 Prozent des Kreditportfolios ist abgesichert mit Schmuckgegenständen. Nicht ausgelöste Stücke werden in firmeneigenen Juwelierläden verkauft. Die Texaner selbst sind nicht klamm. Das Cash-Polster von gut 343 Millionen Dollar übersteigt das Fremdkapital um 137 Millionen Dollar. Zieht man diese Nettoliquidität vom Marktwert ab, errechnet sich ein Unternehmenswert von 740,3 Millionen Dollar. Das Geschäftsmodell liefert hohe freie Mittelzuflüsse. Das bietet Luft für Aktienrückkäufe, die den Gewinnanteil pro Aktie verdichten. Nach Abschluss des aktuellen Rückkaufprogramms von vier Millionen Aktien soll im Januar 2016 ein neues Programm starten, über insgesamt drei Millionen Aktien. Das wären fast zwölf Prozent aller ausstehenden Aktien.

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