Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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Géramont

von Frank Doll und Anton Riedl

Milchverarbeiter Savencia baut Schulden ab, Boeing profitiert von steigenden Rüstungsausgaben. Interessante Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: Savencia - C´est bon, c´est bon

Géramont ist die beliebteste Käsemarke in Deutschland. 2014 wurden hierzulande über 14.000 Tonnen verkauft. Hergestellt wird der Weichkäse vom französischen Molkereiriesen Savencia Fromage & Dairy, zu dem auch die Marken Fol Epi, Saint Albray, Le Tartare und Etorki gehören. Savencia ist einer der weltweit führenden Milchverarbeiter, der zweitgrößte Käsehersteller in Frankreich und die Nummer fünf der Welt. Die Aktienmehrheit liegt bei der Gründerfamilie Bongrain. Deren Holding Soparind kontrolliert zwei Drittel des Kapitals im Marktwert von aktuell 587 Millionen Euro.

Das Geschäft wird derzeit durch den Verfall der Milchpreise bei gleichzeitig steigender Produktion in der EU gebremst. Abgeschwächt hat sich zudem die Nachfrage aus China, wo 2014 sehr hohe Lagerbestände aufgebaut wurden. Hinzu kam der Import-Bann Russlands auf Lebensmittel aus der EU als Antwort auf die westlichen Sanktionen. Ein Drittel der Käse-Exporte der EU ging 2013 noch nach Russland. Der schwache Euro und das starke Markenportfolio bei Käse (58 Prozent Umsatzanteil) sorgten aber letztlich dafür, dass die Erlöse nach neun Monaten nur moderat um 2,7 Prozent auf 3,261 Milliarden Euro zurückfielen. Ertragszahlen liefert Savencia nur halbjährlich. Zur Jahresmitte lag der operative Gewinn mit 65 Millionen Euro 25 Prozent über Vorjahr. Erfreulich auch: Die Nettoverschuldung konnte von 599 auf 419 Millionen Euro spürbar abgebaut werden. Verglichen mit anderen Defensivpapieren, ist die Käseaktie preiswert.

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Aktientipp: Boeing - US-Überflieger mit Schub aus China

Boeing, der weltgrößte Hersteller von Flugzeugen, wird von zwei großen Trends beflügelt: dem langfristigen Wachstum des zivilen Luftverkehrs und dem weltweiten Anstieg der Rüstungsausgaben, die zu einem großen Teil in neue Militärjets fließen.

Noch im Sommer gab es eine Enttäuschung, weil die Entwicklung eines Tankjets, den Boeing für die US-Luftwaffe baut, teurer wurde als erwartet. Nun hat die Maschine vom Typ KC-46 ihren Jungfernflug erfolgreich absolviert. Bis 2017 sollen 179 Tankflieger gebaut werden. Insgesamt hat das Projekt ein Volumen von 49 Milliarden Dollar. Vom Emirat Kuwait könnte Boeing in den nächsten Wochen einen Auftrag über 24 Kampfjets für drei Milliarden Dollar bekommen.

Neun Prozent mehr Umsatz machte Boeing im dritten Quartal. Die Zahl der ausgelieferten Verkehrsflugzeuge legte stärker zu als erwartet. Wahrscheinlich werden die Amerikaner in diesem Jahr an die 760 Maschinen ausliefern, fünf mehr als bisher geplant. Der Gesamtumsatz könnte damit um gut fünf Prozent auf 96 Milliarden Dollar steigen. Nach dem Gewinnsprung im dritten Quartal dürfte Boeing 2015 insgesamt auf 5,7 Milliarden Dollar Reingewinn kommen, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Selbst beim Langstreckenjet 787 Dreamliner, der unterm Strich noch immer kein Geld bringt, rückt die Gewinnschwelle immer näher.

Besonders wichtig für Boeing ist derzeit der chinesische Markt. Hier rechnen die Amerikaner in den nächsten zwei Jahrzehnten mit einem Bedarf von 6300 neuen Maschinen. Für 300 neue Flieger kam vor wenigen Wochen ein Auftrag von der chinesischen Regierung herein. Zudem wird Boeing mit dem chinesischen Flugzeughersteller Comac ein eigenes Werk in China errichten. Für Boeing wäre das die bisher größte Expansion außerhalb der USA.

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