Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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Das Logo des Immobilien-Anbieters Deutsche Wohnen klebt auf der Scheibe des Servicepoints des Unternehmens in Berlin-Britz.

von Frank Doll, Anton Riedl und Sebastian Kirsch

Deutsche Wohnen ist günstig, Daimler trotzt Umbruch, Rendite mit Marine Harvest und ertragsstarke Barrick Gold. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: Deutsche Wohnen - Wo Immobilien noch relativ günstig sind

Der mögliche Austritt Großbritanniens aus der EU hat auch zur Folge, dass manche Investoren oder Mieter, die bisher britische Immobilien im Visier hatten, nach Alternativen suchen. Und die gibt es, im internationalen Vergleich sogar relativ günstig in deutschen Ballungsräumen. Einer der führenden Anbieter am heimischen Immobilienmarkt ist die Deutsche Wohnen, die ein Portfolio aus 160 000 Wohnungen und Geschäftsobjekten bewirtschaftet. Zwei Drittel der Immobilien befinden sich im Großraum Berlin, die weiteren Schwerpunkte sind die Regionen Rhein/Main und Rheinland. Hier dürften Wohnraum und Immobilien auf Jahre hinaus stark nachgefragt werden. Um 131 Millionen Euro erhöhte sich im ersten Quartal der Nettoinventarwert (NAV) der Deutschen Wohnen, der Wert der Immobilien abzüglich Schulden.

Dazu beigetragen haben der Wertzuwachs der Immobilien, höhere operative Einnahmen und niedrigere Zinskosten. Dieses Umfeld gilt weiterhin. So liegen bei neuen Verträgen die durchschnittlichen Mieten mit 7,20 Euro pro Quadratmeter deutlich über den 5,93 Euro aus allen Verträgen. Der Nettoinventarwert je Aktie dürfte bis Ende dieses Jahres von 23,39 Euro (31. März) auf über 24 Euro klettern. Allerdings werden die Aktien
der Deutschen Wohnen auch dann mit einem deutlichen Aufschlag zum NAV gehandelt. Das erhöht das Risiko der Aktie, macht sie aber nicht uninteressant. Immerhin ist das Unternehmen mit 48 Prozent Eigenkapital gut finanziert.

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Aktientipp: Daimler - Mitfahrgelegenheit zum Vorzugspreis

Um 47 Milliarden Euro hat sich der Börsenwert aller Daimler- Aktien zusammengenommen seit Frühjahr 2015 verringert. Gründe dafür sind die Angst vor möglichen Strafzahlungen wegen zu hoher Dieselabgase in den USA, Ermittlungen der EU wegen Preisabsprachen in der Lastwagenbranche und die Krise in den Schwellenländern, die das Nutzfahrzeuggeschäft belastet. Gut möglich, dass Daimler- Aktien bei einer Börsenschwäche noch etwas nachgeben. Doch spätestens im Bereich um 50 Euro dürfte sich die Chance für ein antizyklisches Investment bieten. Mehr als drei Millionen Fahrzeuge kann Daimler in diesem Jahr erstmals verkaufen. Basis ist die Kernmarke Mercedes, die im bisherigen Jahresverlauf mit zwölf Prozent Verkaufsplus so gut läuft wie nie zuvor. Bei schweren Lastwagen musste Daimler zwar die Gewinnprognose kappen, doch das gleicht die lebhafte Nachfrage bei Transportern wieder aus.

Operativ kann Daimler dieses Jahr das gute Niveau von 2015 wieder erreichen. Netto dürften allerdings etwas weniger als die 8,7 Milliarden des Vorjahres bleiben. Allein im ersten Quartal fielen über 400 Millionen Euro für Währungsverluste und Abschreibungen auf die Beteiligung am chinesischen Fahrzeugkonzern Baic an. Doch selbst wenn Daimler in diesem Jahr die Gewinnerwartungen der Banken (8,5 Milliarden Euro Nettogewinn) nicht erreicht und unterm Strich vielleicht nur acht Milliarden bleiben, ist die Aktie günstig und rentabel. Dazu bietet Daimler eine gute Langfristperspektive. Mit dem Kauf der niederländischen Athlon baut Daimler sein Geschäft mit Flottenmanagement aus. Im Oktober werden die Stuttgarter ihr neues Elektrofahrzeug mit einer Reichweite von 500 Kilometern vorstellen. Und beim Carsharing ist Daimler mit mehr als einer Million Car2Go-Kunden heute schon die Nummer eins.

Aktientipp: Marine Harvest - Teurer Lachs bringt satte Dividende

Knapp zehn Kilo betrug in den Sechzigerjahren der durchschnittliche Fischkonsum weltweit pro Kopf und Jahr. 2030, so rechnet die Weltbank hoch, werden es mehr als 18 Kilogramm sein. Vor allem in Volkswirtschaften, deren Wohlstand nachhaltig wächst, wird viel Fisch gegessen. Angesichts einer zunehmenden Weltbevölkerung und schwindender natürlicher Fischbestände entwickelte sich in den vergangenen Jahren mit der Produktion von Zuchtfischen eine Wachstumsindustrie. Führendes Börsenunternehmen dabei ist die norwegische Marine Harvest, bei der soeben der norwegische Staatsfonds seinen Anteil auf zehn Prozent aufgestockt hat. 414 000 Tonnen Zuchtlachs will Harvest in diesem Jahr produzieren. Das wären eineinhalb Prozent weniger als im vergangenen Jahr – und doch ein Grund für einen Gewinnanstieg.

2014/15 war die Branche unter Druck geraten, weil die Lachspreise wegen Überproduktion zusammengebrochen sind. In Norwegen, dem wichtigsten Produktionsland, kostete ein Kilo Exportlachs nur noch vier Euro. Seit Ende 2015 ziehen die Lachspreise an und sind auf gut sechs Euro gestiegen. Verantwortlich dafür sind Ernteausfälle durch Parasiten und Produktionsbeschränkungen in Chile, dem zweitwichtigsten Lachsexportland. Bei steigender Nachfrage und stagnierender Produktion erwartet der Branchenverband Norwegian Seafood weiterhin hohe Preise für Zuchtlachs. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz von Marine Harvest um zehn Prozent auf 809,5 Millionen Euro, der Nettogewinn verdreifachte sich auf 128 Millionen Euro. Dank teurem Lachs ist dieses Jahr ein Gewinnsprung von 158 Millionen auf über 450 Millionen Euro möglich. Einen Großteil davon wird Harvest als Dividende servieren. Die norwegischen Finanzbehörden ziehen hiervon zwar ein Viertel ab, Anleger können sich das aber zum Teil rückerstatten lassen. Nach Abzug aller Steuern und ohne Rückerstattung dürften immer noch rund drei Prozent bleiben.

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