Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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CeWe: Gut belichteter Börsenauftritt

von Frank Doll, Anton Riedl und Heike Schwerdtfeger

Land & Houses ist chancenreich, die Cewe-Empfehlung glänzt und Lam Research wächst kräftig. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: Land & Houses - Kein Ende im Gelände

Das Unternehmen erschließt und entwickelt städtische Wohnbauprojekte in Thailand. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Einfamilienhäusern. Über Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen hat Land & Houses zudem Standbeine in verwandten Branchen wie Bankdienstleistungen, Immobilienmanagement, Baustoffe und Heimwerkerbedarf. Alle Beteiligungen zusammen steuerten im ersten Quartal 2016 rund ein Drittel zum Nettogewinn bei. Dieser stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2015 stark an, auf umgerechnet 51 Millionen Euro. Hauptgrund: Die thailändische Regierung hatte zur Stimulierung des heimischen Immobilienmarktes im Oktober 2015 die Grunderwerbsteuer herabgesetzt, von 2,0 auf 0,01 Prozent, die Hypothekengebühren wurden von 1,0 auf 0,01 Prozent gesenkt.

Ende April liefen die Stimulierungsmaßnahmen zwar aus. Mit einem Geschäftseinbruch ist bei Land & Houses trotzdem nicht zu rechnen. Das verhindert der hohe Auftragsbestand in den Büchern. Das Wachstum sollte also anhalten, wenn auch nicht mehr so steil.

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Der thailändische Immobilien-Blue-Chip bringt eine Dividendenrendite von fast sechs Prozent (brutto). An der Börse wird Land & Houses aktuell mit umgerechnet 2,88 Milliarden Euro bewertet. Größter Aktionär mit einem Kapitalanteil von 24,3 Prozent ist der thailändische Milliardär Anant Asavabhokhin. Singapurs Staatsfonds GIC ist mit 16,4 Prozent an Bord. An deutschen Börsen ist die Aktie handelbar, aber nicht sehr liquide. Aufträge daher streng limitieren!

Aktientipp: Cewe - Gut belichteter Börsenauftritt

Aktienrückkäufe sind umstritten. Werden sie vom Management allerdings mit Bedacht eingesetzt, um überschüssige Mittel indirekt an die Aktionäre zurückzugeben, ist das nicht verwerflich. Zudem können Aktienrückkäufe den Kurs treiben. Am 18. Mai startete der Oldenburger Fotodienstleister Cewe mit dem Rückkauf von bis zu zehn Prozent eigener Aktien. Der Kurs zog seither um ein Fünftel an und knackte dabei den charttechnischen Widerstand bei 60 Euro. Dieser wirkt jetzt als Unterstützung.

Rund 90 Prozent vorne liegen Anleger gegenüber dem Einstieg vor drei Jahren (WirtschaftsWoche 34/2013). Dazu kommen noch Dividenden. Zuletzt gezahlt wurden 1,60 Euro je Aktie. Untermauert wird der gute Börsenauftritt auch durch den Geschäftsverlauf von Cewe. Den Großteil des Umsatzes mit Digitalprodukten wie Fotobüchern, Wandbildern oder Kalendern, die der Kunde im Internet selbst entwerfen kann, macht Cewe normalerweise im zweiten Halbjahr. Besonders wichtig ist das Weihnachtsgeschäft. Zum Jahresauftakt war dagegen stets Flaute angesagt. Cewe schrieb im ersten Quartal regelmäßig einen Verlust. Das hat sich in diesem Jahr geändert. Erstmals landeten die Oldenburger in den schwarzen Zahlen. Der Betriebsgewinn (Ebit) verbesserte sich von minus 3,5 Millionen auf plus 0,9 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 11,6 Prozent auf rund 119 Millionen Euro. Für 2016 stellt der Vorstand ein Ebit von 38 bis 44 Millionen Euro in Aussicht. Der Umsatz soll moderat steigen auf 555 bis 575 Millionen Euro. Dass der ermäßigte Steuersatz für Fotobücher nach einer Übergangsphase 2017 wohl endgültig wegfällt, schmerzt zwar, wird den Kundenwunsch nach selbstentworfenen Bildbänden aber kaum dauerhaft schmälern.

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