Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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Amadeus, Anbieter von Flugbuchungssystemen, profitiert von einer erfolgreichen Übernahme.

von Frank Doll, Anton Riedl und Heike Schwerdtfeger

Flugbuchungsspezialist Amadeus und Maschinenbauer Gea punkten mit passgenauen Übernahmen und Uruguay-Anleihen bieten mehr als drei Prozent Zinsen. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: Amadeus IT Group - Eroberung der Billigflieger

Vor einem Jahr führte die Lufthansa eine Extragebühr für Buchungen über globale Reservierungssysteme ein, sogenannte Global Distribution Systems (GDS). Weltgrößtes GDS mit mehr als 40 Prozent Marktanteil ist Amadeus, das System des gleichnamigen spanischen IT-Konzerns. Die Lufthansa wollte einen Ausgleich für die Gebühren, die sie selbst an die GDS zahlen muss. Die Extragebühr kam nicht gut an.

Daher bietet die Lufthansa Großkunden nun eine eigene Plattform an – ohne Extragebühr. Thomas Cook, Siemens und VW haben bereits angebissen. Doch ganz ohne Amadeus geht es nicht. Eine Amadeus-Tochter mischt auch dort mit.

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Die Börse lässt der Lufthansa-Vorstoß bisher kalt. Amadeus-Aktien kletterten unlängst gar auf ein Allzeithoch. Die Anleger erfreut die erfolgreiche Integration der früheren Accenture-Tochter Navitaire. Um das Geschäft mit Billigairlines auszubauen, legten die Spanier für sie im Vorjahr 830 Millionen Dollar auf den Tisch. Navitaire unterstützt Billigflieger etwa bei Reservierung, Kundenbindung, Preismanagement und Zusatzdiensten. Der Zukauf sorgte im ersten Halbjahr 2016 für einen starken Wachstumsschub bei Amadeus.

Die Erlöse kletterten um gut 15 Prozent auf 2,28 Milliarden Dollar, die freien Mittelzuflüsse verbesserten sich um gut 23 Prozent auf 417 Millionen Euro. Zwar trieb die Übernahme die Nettoschulden auf 2,15 Milliarden Euro. Das ist aber nur das 1,3-Fache des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) – durchaus tragbar also.

Aktientipp: Gea - Stabiler Trend macht Hunger auf mehr

Weltweit wachsende Bevölkerungszahlen, mehr konfektionierte Nahrungsmittel in Industrieländern und zunehmender Wohlstand in Schwellenländern machen aus der Nahrungsmittelindustrie eine Wachstumsbranche. Um 7,5 Prozent dürfte der Markt für Anlagen und Maschinen für die Nahrungsmittelproduktion bis 2020 zulegen, schätzt die irische Beratungsgesellschaft Research and Markets. Ein Gewinner ist die Düsseldorfer Gea, die über 70 Prozent ihres Umsatzes mit der Nahrungsbranche macht. Bei der Produktion von jedem vierten Liter Milch weltweit sind Maschinen und Komponenten von Gea im Spiel, bei jedem dritten Hühnchen-Nugget – und bei jedem zweiten Liter Bier.

Der langfristige Aufwärtstrend der Branche ist stabil, weil Menschen selbst in schwierigen Zeiten kaum an Essen und Trinken sparen. Das zeigt sich in Geas Geschäftszahlen: Seitdem das ehemalige Bochumer Unternehmen 2012 den Schwerpunkt auf die Nahrungsmittelindustrie legte, ist der Umsatz kontinuierlich von 4,1 Milliarden Euro gestiegen und dürfte dieses Jahr 4,6 Milliarden erreichen. Das Wachstum ist rentabel: Seit 2012 hat sich die Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern zum Umsatz) von 10,3 Prozent auf 12 Prozent erhöht.

Mit 2,36 Milliarden Euro ist das Auftragspolster so dick wie noch nie. Allein im zweiten Quartal kamen 6,4 Prozent mehr neue Bestellungen herein. Zwar läuft das Geschäft mit der Milchwirtschaft verhalten, dafür zeigt der Trend in der übrigen Nahrungsmittelindustrie nach oben. Vielversprechend ist die junge Sparte Produktionsanlagen für Feingebäck, die Gea im April durch eine Übernahme in Norditalien verstärkt hat. Spielraum für Zukäufe ist – bei 47 Prozent Eigenkapital und 613 Millionen Euro Netto-Cash – reichlich vorhanden.

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