
Aktientipp - Deutsche Telekom: Fünf Prozent Rendite wären echt verdient
Apples neues iPhone 5 ist für die Deutsche Telekom ein Segen: Nur über das Mobilfunknetz der Telekom ist das neue Smartphone hierzulande in der Lage, seine volle Leistung auszuspielen. Natürlich werden die anderen Kommunikationskonzerne nachziehen und ihre Netze aufrüsten, aber dieses Mal hat die Telekom die Nase vorn. Und das ist Balsam für die Mannschaft um Telekom-Chef René Obermann, der noch zu Beginn des Jahres auf dem deutschen Mobilfunkmarkt vom Rivalen Vodafone überflügelt wurde.
Nun macht sich die Telekom stark für den Gegenschlag. Der neue, schnelle Mobilfunkstandard LTE soll bis Jahresende in den 100 größten deutschen Städten zur Verfügung stehen. Bei den Firmenkunden gingen zwar Daimler und VW verloren, dafür wurde BMW gewonnen. Mit dem Ausbau des schnellen Glasfasernetzes will die Telekom nun verstärkt die TV-Kabel-Netzbetreiber angreifen. Internet-TV wird mobil, über das Handynetz sollen Nutzer Zugriff auf 18 Millionen Musiktitel haben.
Aktientipp: Kursverlauf der T-Aktie
KGV (2012/2013): 15,3/14,6
Kurs/Stoppkurs (in Euro): 9,80/7,70
Chance-/Risiko-Verhältnis (max. 10): 5/4
KGV (2012/2013): 15,3/14,6
Kurs/Stoppkurs (in Euro): 9,80/7,70
Chance-/Risiko-Verhältnis (max. 10): 5/4
Im internationalen Geschäft kommt die Telekom schon gut voran. In Großbritannien ist sie mit Partner France Télécom an der Spitze bei der Einführung der LTE-Technik. In der Türkei arbeitet die Telekom mit dem führenden Anbieter Turkcell zusammen. Selbst aus dem krisengeschüttelten Spanien kam ein Großauftrag über 400 Millionen Euro herein.
Auf dem wichtigen US-Markt schließlich hat die Telekom mit John Legere einen neuen Landesfürsten gewonnen, der sich schon bei der Sanierung des insolventen Telekomdienstleisters Global Crossing bewährt hat. Bis 2013 werden in den USA vier Milliarden Dollar investiert, mehr als ursprünglich geplant. 16 Prozent plus beim operativen Gewinn des US-Geschäfts im ersten Halbjahr waren besser als erwartet.
10 Tipps für Börseneinsteiger
Volles Risiko oder lieber Nummer sicher - Typ-Analyse
Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Aktien kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt und für welchen Anlegertyp er sich hält. Wenn mit den Aktien später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurzfristige Gewinne geht. Die grundlegende Frage ist: Sind Sie auf den Betrag angewiesen und investieren deshalb lieber mit möglichst geringem Risiko oder können Sie eventuelle Verluste verschmerzen und renditestärkere aber auch riskantere Papiere kaufen?
Gier ist nicht immer gut
Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit "no risk, no fun!" beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann. Für den Anfang schadet es nicht, auf eine langfristige Strategie zu setzen und die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Kleine Zockereien für den Nervenkitzel sind dann im Verlustfall besser zu verschmerzen. Nach dem Geckoschen Leitsatz "Greed is good" sollten Börsenneulinge nicht handeln.
Nur kaufen, was man versteht
Was eine Aktie ist und wie sie funktioniert, dürfte jedem klar sein. Wer sein Depot auch mit Anleihen und Zertifikaten füllen möchte, sollte nur in Produkte investieren, die er auch versteht. Wer nur auf die Renditeversprechen hört und Produkte kauft, deren Vor- und Nachteile, beziehungsweise Funktionsweisen er nicht begreift, fällt über kurz oder lang auf die Nase.
Bankgebühren beachten
Bevor Sie ein Depot eröffnen, vergleichen Sie die Gebühren der Banken. Je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt die Rendite nachher aus. Direktbanken haben im Regelfall günstige Konditionen und bieten kostenlose Depots an.
Auf die Mischung achten
Anleger sollten ihr Geld - und damit auch ihr Risiko - zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Märkte wie Rohstoffe und Energie, sowie auf Aktien, Fonds und Anleihen.
Mischung bei Fonds und Zertifikaten
Wer seinem Portfolio Fonds oder Zertifikaten beimischt, sollte auch innerhalb dieser Anlageklassen auf eine gute Mischung achten. Fondsanbieter und deren Produkte lassen sich online schnell vergleichen. Wer nicht nur in ein oder zwei Gesellschaften investiert, ist auf der sicheren Seite.
Regelmäßige Überprüfung
Besonders wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Ihre Geldanlage und Ihr Depot regelmäßig überprüfen: Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Ist es Zeit, das Depot umzuschichten, oder läuft alles in meinem Sinne?
Qualität hinterfragen
Bei der Überprüfung des Depots sollte man sich immer mal wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diesen Fonds heute noch kaufen? Lautet die Antwort ja, behalten Sie das Produkt. Sind Sie von der Qualität nicht mehr überzeugt, wird es Zeit zum Verkauf.
Verluste begrenzen
Entwickelt sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht so, wie geplant, sollten Sie nicht zögern, es zu verkaufen. Sogenannte Stopp-Loss-Orders, also Untergrenzen, bei denen verkauft werden soll, können hilfreich sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man den Kurs nicht permanent selbst im Auge behalten kann oder will.
Einen kühlen Kopf bewahren
Grundsätzlich gilt: Verlieren Sie nicht die Nerven. An der Börse gibt es Kursschwankungen, Aktienkurse können unerwartet einbrechen. Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf zu verlieren. Panische und unüberlegte Deals kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends.
Insgesamt ist die Telekom auf gutem Weg, in diesem Jahr 18 Milliarden Euro operativen Gewinn zu schaffen. Netto und je Aktie gerechnet, könnten 60 bis 70 Cent bleiben. 2013 gibt es zum letzten Mal die Mindestzahlung von 70 Cent je Aktie, danach ist eine Kürzung möglich. Doch selbst wenn es dann auf Basis echt verdienter Gewinne nur rund 50 Cent werden sollten, wären das fünf Prozent Rendite – und die T-Aktie eine Daueranlage.






















