Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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Bulle und Bär vor der Deutsche Börse in Frankfurt: In den vergangenen 15 Jahren konnte die Deutsche Börse ihren Umsatz verzehnfachen

Warum Anleger mit der Deutsche-Börse-Anleihe sichere Rendite erwartet können oder sich die Drägerwerk-Aktie lohnt. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Anleihetipp - Deutsche Börse: Mager, aber sicher

Wer derzeit Geld in Anleihen steckt, muss bescheiden sein. Knapp 1,5 Prozent bieten zehnjährige Bundesanleihen mit höchster Sicherheitsstufe (AAA). Fast einen Prozentpunkt mehr gibt es von der Deutschen Börse – und die verspricht ebenfalls hohe Sicherheit: Standard & Poor’s gibt dem wertvollsten europäischen Börsenkonzern AA bei stabilem Ausblick; immerhin die drittbeste von 22 möglichen Bewertungsstufen.

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Die Übernahmeversuche der Deutschen Börse

  • Häufiges Scheitern

    Bei ihren zahllosen Versuchen, große Wettbewerber zu übernehmen, ist die Deutsche Börse Deutsche Börse oft gescheitert. Im Visier waren bereits die Handelsplätze in Zürich, mehrfach die Londoner Börse LSE sowie Mailand. Beispiellos war der Aufstand mächtiger Großaktionäre gegen die LSE-Übernahme im Jahr 2005, die letztlich die damalige Börsenführung den Job kostete. Im Kampf um die europäische Vierländerbörse Euronext hatte 2006 die New York Stock Exchange (Nyse) die Nase vorn.

    Nach dem Kauf der US-Optionsbörse ISE 2007 - den Kritiker viel zu teuer fanden - ist die im Februar verkündete Fusion mit der Nyse Euronext zweifelsohne der größte Deal des Frankfurter Marktbetreibers. Mit dem am Freitag vorgelegten Konkurrenzangebot von Nasdaq OMX und ICE könnten die transatlantischen Pläne der Frankfurter allerdings wieder einmal durchkreuzt werden.

    Einige Stationen der Fusionsbemühungen der Deutschen Börse. (Quelle: dpa)

  • Mai 2000

    Der Plan einer Fusion mit der LSE scheitert.

  • August 2004

    Die Schweizer Börse SWX gibt Frankfurt einen Korb.

  • 9. Mai 2005

    Der Chef der Deutschen Börse, Werner Seifert, tritt als Folge des gescheiterten Übernahmekampfes um die LSE zurück.

  • 15. März 2006

    Die Deutsche Börse gibt bekannt, dass sie eine Fusion mit der Vierländerbörse Euronext beabsichtigt.

  • 2. Juni 2006

    NYSE und Euronext einigen sich auf eine Fusion.

  • 8. November 2006

    Gespräche der Deutschen Börse über ein gemeinsames Vorgehen mit der Borsa Italiana enden erfolglos.

  • 15. November 2006

    Die Deutsche Börse gibt Übernahmepläne für die Euronext auf. Euronext zieht eine Fusion mit der NYSE vor.

  • 30. April 2007

    Die Deutsche Börse kündigt die Übernahme der US-Optionsbörse ISE für umgerechnet rund zwei Milliarden Euro an.

  • Dezember 2008

    Die Deutsche Börse teilt mit, Sondierungsgespräche für eine Fusion mit Nyse Euronext seien ergebnislos beendet worden.

  • 15. Februar 2011

    Die Aufsichtsräte machen den Weg frei für den Zusammenschluss von Deutscher Börse und Nyse Euronext.

  • 1. April 2011

    Nasdaq OMX und ICE legen ein Angebot für Nyse Euronext vor, das sie selbst auf 11,3 Milliarden US-Dollar beziffern. Die Deutsche Börse bekräftigt, dass sie an ihren Fusionsplänen festhalten will.

Wertpapierhandel, Terminhandel, Verrechnung von Wertpapieraufträgen, elektronische Handelssysteme und Datendienste sind ein globaler Wachstumsmarkt, von dem die Deutsche Börse profitiert: In den vergangenen 15 Jahren verzehnfachte sie ihren Umsatz auf 2,3 Milliarden Euro. Seit die Fusion mit der amerikanischen Nyse Euronext aus Wettbewerbsgründen scheiterte, zählt wieder Wachstum aus eigener Kraft:

Anleihe-Info: Deutsche Börse
Kurs (in Prozent) 99,82
Kupon (in Prozent) 2,375
Rendite (in Prozent)2,39
Laufzeit bis5. Oktober 2022
WährungEuro
ISINDE000A1RE1W1

Mit der kompletten Übernahme der Eurex baut die Börse ihre Position im aussichtsreichen Terminhandel aus; für private Anleger gibt es seit Kurzem den Handel mit bis zu 2000 Anleihen; eine Kooperation mit der Börse in Südkorea hilft bei der Expansion in Asien. Für die technische Weiterentwicklung ist es ein Vorteil, dass mit Hauke Stars, bisher Schweiz-Chefin bei Hewlett-Packard, eine Technologieexpertin in den Vorstand einzieht.

Die wichtigsten Fondstypen im Überblick

  • Aktienfonds

    Wie der Name schon sagt, legen diese Investmentfonds in Aktien an. Aufgrund der breiten Anlagestreuung ist ein Investment in Aktienfonds weniger risikoreich als eine Direktanlage in Einzeltitel. Aktienfonds haben spezielle Anlageschwerpunkte – etwa bestimmte Branchen, Länder, Regionen oder Anlagestile.

  • Börsengehandelter Indexfonds (ETF)

    Dieser Investmentfonds – auch Exchange Traded Funds (kurz ETF) genannt – bildet einen Index wie beispielsweise den Dax eins zu eins nach. Die Zusammensetzung dieses Fonds verändert sich nur, wenn sich die Zusammensetzung des zugrunde liegenden Index verändert. Deshalb spricht man von einem passiven Investment. ETFs können fortlaufend über die Börse gehandelt werden. Ihre Verwaltungsgebühren sind sehr gering, Ausgabeaufschläge wie bei „aktiv“ gemanagten Fonds entfallen.

  • Geldmarktfonds

    Für die kurzfristige Anlage eignen sich vor allem Geldmarktfonds. Sie investieren in Geldmarktinstrumente wie beispielsweise Festgeld und kurz laufende, festverzinsliche Wertpapiere. Die Kursschwankungen dieser Fonds sind gering, die Renditeaussichten allerdings auch.

  • Immobilienfonds

    Offene Immobilienfonds legen das Geld der Anleger in Grundstücken, Erbbaurechten und Beteiligungen an Büro- und Geschäftsimmobilien an. Anleger profitieren von den Miet- und Zinseinnahmen sowie den Wertsteigerungen der Immobilien. Die Anzahl der ausgegebenen Anteile ist anders als bei geschlossenen Immobilienfonds nicht begrenzt.

  • Lebenszyklusfonds (Zielfonds)

    Sogenannte Lebenszyklusfonds sind im Grunde Mischfonds mit einem bestimmten Anlageziel beziehungsweise -horizont. Die Lebenszyklusfonds haben eine feste Laufzeit, gegen Ende dieses Zeitraums – das können 20, 25 oder 30 Jahre sein – schichtet das Fondsmanagement schrittweise von Aktien in Anleihen um, um das Kapital und die angefallenen Kursgewinne zu sichern.

  • Mischfonds

    Diese Fonds legen in Aktien und Anleihen an. Der Fondsmanager kann so in stagnierenden oder fallenden Märkten verzinsliche Wertpapiere übergewichten, bei steigenden Akteinkursen den Anlageschwerpunkt aber wieder verlagern. Das Ziel: einen höheren Ertrag als reine Rentenfonds zu erzielen und beim Risiko niedriger als bei einem Aktienfonds zu liegen. Der typische Aktienanteil liegt zwischen 30 und 70 Prozent – je nach Geschmack der Anleger.

  • Rentenfonds

    Rentenfonds investieren ausschließlich oder überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere wie Pfandbriefe, Kommunalobligationen oder Länder- beziehungsweise Unternehmensanleihen. Da regelmäßig Erträge in Form von Zinszahlungen anfallen, bieten Rentenfonds in der Regel stetige Erträge.

Gefahr droht durch eine Finanztransaktionssteuer und die geplante Regulierung des superschnellen Aktienhandels (Hochfrequenzhandel), doch dies würde vor allem den Aktienhandel treffen. Die Börse hängt längst nicht mehr allein an dem, und es tun sich neue Geschäftsfelder auf. Die Tochter Clearstream etwa, die Wertpapiere verwahrt, entwickelt Serviceleistungen rund um das Management von Sicherheiten. Banken sollen bei Clearstream hinterlegte Wertpapiere für Finanzierungen nutzen können. Chancen bietet auch die von den Staaten geforderte Bändigung des Derivatemarkts, bisher außerbörslich gelaufene Geschäfte sollen künftig von Börsen abgerechnet werden. In den vergangenen 15 Jahren machte die Deutsche Börse unterm Strich noch nie Verluste. Die Nettoschulden gingen in den vergangenen fünf Jahren von 1,8 Milliarden Euro auf rund 500 Millionen Euro zurück. Damit sind sie derzeit nicht einmal halb so hoch wie der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda, in diesem Jahr rund 1,2 Milliarden Euro).

Fazit: 2,4 Prozent Zins sind zwar nicht üppig, angesichts der stabilen Unternehmensentwicklung aber vertretbar. Wer kauft, sollte möglichst bis zur Fälligkeit disponieren.

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