Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Warum die WirtschaftsWoche die Aktie des österreichischen Veredlers von Agrarrohstoffen Agrana empfiehlt. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp - Agrana: Fruchtbare und starke Erträge in Sicht

Nach dem Ende Februar mit 3,07 Milliarden Euro Umsatz und 156,5 Millionen Euro Nettogewinn abgeschlossenen Rekordgeschäftsjahr sind die Agrana-Manager vorsichtiger geworden: Wahrscheinlich werde der Gewinn in dieser Saison niedriger ausfallen, weil die Einkaufspreise für Zuckerrüben, Mais, Kartoffeln und Weizen eher hoch seien und diese Kosten nicht komplett auf die Verkaufspreise – vor allem für Zucker und Stärke – überwälzt werden können. Dennoch, sollten Agrana-Aktien deshalb etwas nachgeben, wäre das eine Gelegenheit für ein langfristiges Investment.

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Die Perspektiven für den österreichischen Veredler von Agrarrohstoffen, an dem die deutsche Südzucker zu gut einem Drittel beteiligt ist, sind gut. Der größte Gewinnhebel steckt im Geschäftsfeld Frucht (37 Prozent Umsatzanteil). Hier ist die operative Marge mit bisher vier Prozent eher niedrig. Dabei spürt Agrana bei Fruchtzubereitungen für die Getränke- und Molkereiindustrie eine anziehende Nachfrage, vor allem in den USA, in Osteuropa und in Asien. Ende 2012 ging ein neues Werk in der Nähe von Peking in Produktion.

Auch im Geschäftsbereich Stärke (26 Prozent) wird Agrana wieder zulegen. Im niederösterreichischen Pischelsdorf geht eine neue Weizenstärkefabrik in Betrieb. Die wird zunächst hohe Anlaufkosten haben, sollte aber von 2014 an neue Erträge einbringen. Zudem profitiert Agrana vom anziehenden Absatz von Bioethanol für den Biosprit E 10. Mit einer Jahresproduktion von 210.000 Kubikmetern sind die Österreicher hier einer der führenden Produzenten Europas.

Die Zuckersparte (37 Prozent) schließlich dürfte von einer Verlängerung der EU-Zuckermarktordnung bis 2020 profitieren. Der Zuckermarkt in der EU wird durch Quoten und Zölle so geregelt, dass die Produktion meist in Europa stattfindet und die Preise hier in der Regel höher sind als auf dem Weltmarkt.

Ein Zusatzeffekt für die Gewinnrechnung ist wegen einer mexikanischen Tochtergesellschaft absehbar. Hier musste Agrana im vergangenen Jahr wegen Untreuehandlungen 19 Millionen Euro zurückstellen, das drückte den Gewinn. Im aktuellen Geschäftsjahr wird es eine solche Belastung voraussichtlich nicht mehr geben.

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