Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Trotz Produktionskürzungen verspricht die Aktie des weltgrößten Silberproduzenten Fresnillo hohe Aussicht auf Gewinne. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp - Fresnillo: Robuster Minenkonzern aus Mexiko

Der Kollaps der Edelmetallpreise zwang Goldminen bisher zu Abschreibungen von etwa 16 Milliarden Dollar. Zwar sind auch die Aktienkurse der primär auf die Silberproduktion ausgerichteten Minen stark gefallen. Doch ihre Gewinnschwellen liegen wesentlich tiefer als der aktuelle Marktpreis. Zudem sind ihre Bilanzen meist robuster.

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Octavio Alvidrez, Chef des weltgrößten Silberproduzenten Fresnillo, erkennt für sein Unternehmen keinen Abschreibungsbedarf. Diese erwäge der mexikanische Minenkonzern frühestens, wenn der Silberpreis auf zehn Dollar pro Unze abstürzen sollte und Gold bei 900 Dollar notierte. Die in London gelistete und mit 14 Milliarden Dollar bewertete Tochter der Minengruppe Industrias Peñoles, die 74,99 Prozent des Kapitals kontrolliert, ist schuldenfrei und sitzt auf 571 Millionen Dollar Barreserven. Die solide Finanzlage eröffnet Fresnillo in der Branchenkrise Chancen zu preiswerten Projektkäufen. Klar, spurlos gehen die gefallenen Preise auch an Fresnillo nicht vorüber. Die Margen sind geschrumpft, Einsparungen wurden eingeleitet. Diese aber fallen recht moderat aus.

Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

  • Eigene Strategie festlegen

    Gegen die größer werdenden Unwägbarkeiten sollte man sich zuallererst mit einer Strategie wappnen: Wer an kräftiges Wachstum in Deutschland glaubt, an einen anhaltenden Boom der Schwellenländer und hohen privaten Konsum, kann weiter am Aktienmarkt investieren. Wer skeptisch ist, sollte seine Bestände hingegen nicht aufstocken.

  • Widerstandskraft zeigen

    Eng verbunden mit der ersten Regel: Immer wieder kommt es vor, dass sich Dinge anders entwickeln, als man erwartet hat. Es ist wichtig, sich selbst immer wieder zu hinterfragen und nicht jeder Entwicklung hinterherzulaufen. Eine solche Reaktion zeugt nicht von einem geringen Vertrauen in die eigene Strategie. Es kostet meist auch Geld, weil die Masse schon vorher diese Richtung eingeschlagen und das Gros an Rendite eingefahren hat.

  • Richtig mischen

    Groß oder klein, spekulativ oder konservativ, liquide oder illiquide, dividendenstark oder dividendenschwach, Substanz oder Wachstum: Bei Aktien ist die Auswahl riesig. Der richtige Mix aus spekulativen und konservativen Titeln hilft, Schwankungen zwischen guten und schlechten Zeiten auszugleichen. Nicht zu unterschätzen sind starke Dividendenzahler, die Jahr für Jahr den Grundstock für eine solide Rendite legen.

  • Barrieren einbauen

    Keine Frage, die Börsen haben in den vergangenen zehn Jahren stärker geschwankt als in allen Dekaden zuvor. Das wird so bleiben, mit wachsendem Computerhandel sogar noch zunehmen. Wer sein Risiko minimieren will, baut Barrieren ein – sogenannte Stopps. Gerne werden Stopps bei 20 Prozent über und unterhalb des aktuellen Kurses gewählt. Dann wird automatisch verkauft, wenn diese Grenzen erreicht sind. Kommt eine Phase überraschend steigender Kurse mit anhaltendem Aufwärtstrend, lässt sich die Barriere leicht nach oben verschieben. Wichtig ist dann, auch die Barriere am unteren Ende nachzuziehen.

  • Herdentrieb beobachten

    Wichtig in Phasen überraschender Kurssteigerungen oder -stürze ist es, das Verhalten der Masse zu beobachten. Ist es noch nachvollziehbar oder völlig irrational? Häufig ist es irrational. Dann hilft meist die zweite Regel: Widerstandskraft zeigen. Nach einigen Monaten kehrt die Rationalität von ganz allein zurück. Der Kurssturz aus dem vergangenen Jahr und die jüngste Entwicklung beweisen das gerade wieder.

  • Risiko rausnehmen

    Sind Aktien wie seit Jahresbeginn schon um 30, 40 oder gar 50 Prozent gestiegen, dann sind Anschlussgewinne in der Regel nur noch schwer zu erzielen. Phrasenverdächtig ist zwar die alte Weisheit: „An Gewinnmitnahmen ist noch niemand zugrunde gegangen.“ Richtig ist sie trotzdem.

  • Insidern folgen

    Firmenchefs haben einen gewaltigen Vorteil gegenüber normalen Aktionären. Sie wissen weit mehr als jeder Analyst oder Kommentator, wie es in ihrem Unternehmen aussieht. Insider nennt man sie deshalb. Sie melden ihre Orders innerhalb von fünf Handelstagen an die Börsenaufsicht Bafin. Das Handelsblatt veröffentlicht alle zwei Wochen das sogenannte Insider-Barometer, das aus der Summe aller Kauf- und Verkaufsorders Schlüsse für den weiteren Verlauf in Dax & Co. zieht. Jüngste Tendenz: Vorstände und Aufsichtsräte verkaufen mehr als sie kaufen. Vorsicht also!

  • Geopolitische Ereignisse beachten

    Terroranschläge und Naturkatastrophen kommen unerwartet. Politische Konflikte wie aktuell zwischen Israel und dem Iran schwelen meist länger. Entscheidende Wahlen wie jüngst in Russland und in diesem Jahr noch in Frankreich und den USA sind vorhersehbar und haben immer Einfluss auf die Börse. Dabei gilt generell: Wahljahre sind gute Börsenjahre.

  • Auf reale Werte setzen

    Mit Optionsscheinen oder Bonus-Zertifikaten lässt sich zwar aus einem Aufwärtstrend ein noch größerer Profit schlagen. Dies sind jedoch in der Regel Wetten ohne realen Hintergrund. Aktien sind reale Werte.

  • Moden misstrauen

    Vor allem Aktien einzelner Branchen unterliegen immer wieder gewissen Moden. Doch die wechseln wie im realen Leben, und manchmal geht das schneller, als man denkt. Das bekommt gerade die einst angesehene Solarenergie-Branche bitter zu spüren.

Das Explorationsbudget wird zwar um 13 Prozent auf 243 Millionen Dollar gekürzt, aber die für 2013 und 2014 für neue Projekte vorgesehenen Investitionen von 700 bis 800 Millionen Dollar pro Jahr bleiben unangetastet. So bleibt der Konzern auch weitgehend bei seinem Produktionsziel für 2013 von 41 Millionen Unzen Silber und 465.000 Unzen Gold. Ein wieder steigender Silberpreis ginge somit ungeschmälert von Produktionskürzungen in die Gewinnrechnung.

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