Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Novartis ist sehr solide finanziert und kann bestehende Mittel voll in den Ausbau des Kerngeschäfts fließen. Damit könnte der Schweizer Pharmakonzern seine schon führende Position auf dem Pharmamarkt weiter ausbauen.

Aktientipp - Novartis: Bald 30 Milliarden frei für strategische Käufe

Für 1,7 Milliarden Dollar wird Novartis das Geschäft mit Bluttransfusionsdiagnostik verkaufen. Der Schweizer Pharmakonzern erlöst dabei etwa das Dreifache des Jahresumsatzes, ein guter Preis. Weitere Verkäufe von Unternehmensteilen dürften folgen: Zur Disposition stehen das Geschäft mit Impfstoffen, das mit verschreibungsfreien Medikamenten und die Arzneimittel für Tiere. Insgesamt geht es etwa um ein Zehntel des gesamten Geschäftsvolumens, das in diesem Jahr rund 58 Milliarden Dollar erreichen dürfte.

Anzeige

Für Novartis haben die Verkäufe drei entscheidende Vorteile: Erstens trennen sich die Schweizer von kleineren Geschäftsbereichen, in denen sie nur eine Nebenrolle spielen. Zweitens sind die Gewinnmargen hier vergleichsweise niedrig. Und drittens dürfte der Erlös in den Ausbau des Kerngeschäfts fließen: Entwicklung, Produktion und Vertrieb neuer Medikamente.

Zusammen mit dem Erlös aus einem möglichen Verkauf der Beteiligung am Pharmakonzern Roche (Novartis gehört knapp ein Drittel der stimmberechtigten Inhaberanteile) könnte Novartis in den nächsten zwei Jahren rund 30 Milliarden Dollar neu zur Verfügung haben.

10 Tipps für Börseneinsteiger

  • Volles Risiko oder lieber Nummer sicher - Typ-Analyse

    Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Aktien kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt und für welchen Anlegertyp er sich hält. Wenn mit den Aktien später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurzfristige Gewinne geht. Die grundlegende Frage ist: Sind Sie auf den Betrag angewiesen und investieren deshalb lieber mit möglichst geringem Risiko oder können Sie eventuelle Verluste verschmerzen und renditestärkere aber auch riskantere Papiere kaufen?

  • Gier ist nicht immer gut

    Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit "no risk, no fun!" beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann. Für den Anfang schadet es nicht, auf eine langfristige Strategie zu setzen und die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Kleine Zockereien für den Nervenkitzel sind dann im Verlustfall besser zu verschmerzen. Nach dem Geckoschen Leitsatz "Greed is good" sollten Börsenneulinge nicht handeln.

  • Nur kaufen, was man versteht

    Was eine Aktie ist und wie sie funktioniert, dürfte jedem klar sein. Wer sein Depot auch mit Anleihen und Zertifikaten füllen möchte, sollte nur in Produkte investieren, die er auch versteht. Wer nur auf die Renditeversprechen hört und Produkte kauft, deren Vor- und Nachteile, beziehungsweise Funktionsweisen er nicht begreift, fällt über kurz oder lang auf die Nase.

  • Bankgebühren beachten

    Bevor Sie ein Depot eröffnen, vergleichen Sie die Gebühren der Banken. Je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt die Rendite nachher aus. Direktbanken haben im Regelfall günstige Konditionen und bieten kostenlose Depots an.

  • Auf die Mischung achten

    Anleger sollten ihr Geld - und damit auch ihr Risiko - zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Märkte wie Rohstoffe und Energie, sowie auf Aktien, Fonds und Anleihen.

  • Mischung bei Fonds und Zertifikaten

    Wer seinem Portfolio Fonds oder Zertifikaten beimischt, sollte auch innerhalb dieser Anlageklassen auf eine gute Mischung achten. Fondsanbieter und deren Produkte lassen sich online schnell vergleichen. Wer nicht nur in ein oder zwei Gesellschaften investiert, ist auf der sicheren Seite.

  • Regelmäßige Überprüfung

    Besonders wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Ihre Geldanlage und Ihr Depot regelmäßig überprüfen: Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Ist es Zeit, das Depot umzuschichten, oder läuft alles in meinem Sinne?

  • Qualität hinterfragen

    Bei der Überprüfung des Depots sollte man sich immer mal wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diesen Fonds heute noch kaufen? Lautet die Antwort ja, behalten Sie das Produkt. Sind Sie von der Qualität nicht mehr überzeugt, wird es Zeit zum Verkauf.

  • Verluste begrenzen

    Entwickelt sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht so, wie geplant, sollten Sie nicht zögern, es zu verkaufen. Sogenannte Stopp-Loss-Orders, also Untergrenzen, bei denen verkauft werden soll, können hilfreich sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man den Kurs nicht permanent selbst im Auge behalten kann oder will.

  • Einen kühlen Kopf bewahren

    Grundsätzlich gilt: Verlieren Sie nicht die Nerven. An der Börse gibt es Kursschwankungen, Aktienkurse können unerwartet einbrechen. Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf zu verlieren. Panische und unüberlegte Deals kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends.

Da Novartis heute schon mit einer Eigenkapitalquote von 58 Prozent sehr solide finanziert ist, könnten die neuen Mittel voll in den Ausbau des Kerngeschäfts fließen. Novartis würde damit seine schon führende Position auf dem Pharmamarkt ausbauen. Langfristig steigen dürfte dann auch der Gewinn. Im Pharmageschäft holt Novartis operative Renditen um 30 Prozent herein, obwohl die Schweizer hier unter der Konkurrenz billiger Nachahmerprodukte leiden. Allerdings zeigt das Beispiel des Blutdrucksenkers Diovan, dass die Generikahersteller keineswegs automatisch nach Ablauf des Patentschutzes diese Medikamente liefern können.

Wichtiger ist, dass Novartis derzeit fast 40 Prozent seines Pharmaumsatzes mit vergleichsweise neuen, wachstumsstarken Blockbustern macht, die in diesem Jahr jeweils mehr als eine Milliarde Umsatz bringen werden: etwa Gilenya gegen multiple Sklerose, Afinitor gegen Krebs, Tasigna gegen Leukämie. Darüber hinaus stecken in der Pipeline 34 Neuentwicklungen von Medikamenten; bei mehr als 30 Präparaten wird für neue Anwendungen geforscht.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%