Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

von Martin Gerth, Heike Schwerdtfeger und Anton Riedl

Der neben Suse führende Linux-Anbieter Red Hat weitet seine Expertise immer mehr auf Cloud Services aus. Das kann sich auch für Anleger lohnen. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp - Red Hat: Ein alter Hut erfindet sich neu

Für das US-Unternehmen Red Hat sind Cloud-Services, also die Vermarktung von Mietsoftware und ausgelagerte Datenkapazität statt eigener Speicher, relativ neu. Der Konzern kaufte sich in den vergangen drei Jahren Expertise zu und richtet seine Produktpalette jetzt auf die Cloud aus. Als Anbieter des Betriebssystems Linux 1993 gestartet, ist Red Hat neben Suse hier weltweiter Marktführer und kooperiert mit IT-Größen wie Dell, Intel, AMD, IBM oder Cisco.

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Zwar basiert das Betriebssystem Linux auf einem öffentlich zugänglichen Quellcode (Open Source), Kunden müssen aber per Abonnement ihren Zugang zu Red-Hat-Produkten sichern. Im vergangenen Quartal konnte Red Hat seine wichtigsten 25 Abos verlängern, mit Preisaufschlägen von im Schnitt 20 Prozent.

Das Unternehmen bietet alle seine Dienste jetzt auch über die Cloud an: Unternehmenskunden können mithilfe von Red Hat eine hausinterne Cloud aufbauen oder ihre extern auf Servern von Amazon gespeicherten Daten verwalten. Auch das Microsoft-Konkurrenzprodukt Linux als Softwaredienstleistung gibt es über die Cloud. Umsätze aus den neuen Cloud-Segmenten sollen im neuen Geschäftsjahr 2014/15 (ab März) sichtbar werden. Enttäuschen sollten sie aber nicht, denn allein mit der neuen Version 7 des Klassikers Red Hat Enterprise Linux, die für 2014 erwartet wird, dürfte Red Hat kaum großes Potenzial bieten.

Das klassische Geschäft sichert aber die Cloud-Fantasie ab. Mit dem letzten Quartalsergebnis konnte Firmenchef Jim Whitehurst punkten: Red Hat erzielte 343 Millionen Dollar Umsatz aus dem Abo-Modell und 54 Millionen Dollar durch Service und Training. Insgesamt ist das ein Wachstum von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal – der Aktienkurs schoss von 49 Dollar auf über 56 Dollar hoch und glich den Kursverlust nach schwachen Umsatzzahlen im zweiten Quartal aus. Auf den ersten Blick erscheint die Aktie jetzt teuer. Doch andere Cloud-Aktien sind noch höher bewertet oder machen sogar Verlust. Die Vergleichsgruppe Software-Dienstleister, zu der etwa NetSuite und Salesforce gehören, notiert insgesamt mit einem Durchschnitts-KGV von über 39.

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