Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Erfolgreiche Investoren raten Anlegern zur Erhöhung ihrer Goldquote. Dabei Rücken vor allem Royaltygesellschaften wie Franco-Nevada in den Blickpunkt. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp - Royal Gold: Zwischen Goldbarren und Goldmine

Marc Faber, Felix Zulauf, Brian Rogers, Fred Hickey – gleich vier Teilnehmer am Börsen-Roundtable des US-Anlegermagazins „Barron’s“ raten in diesem Jahr zum Kauf von Gold und Goldminenaktien. Anleger sollten es diesen über Jahrzehnte erfolgreichen Investoren gleichtun und ihre Goldquote erhöhen.

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Von ihrer Charakteristik etwa in der Mitte des Anlagespektrums zwischen physischem Gold und Minenaktien angesiedelt sind die Aktien von Royaltygesellschaften wie die kanadische Franco-Nevada. Wie Franco-Nevada baut auch Royal Gold selbst weder Gold ab, noch sucht die Gesellschaft nach neuen Rohstoffvorkommen. Die Gesellschaft aus Denver im US-Bundesstaat Colorado kassiert von Minen Lizenzabgaben oder kann auf einen bestimmten Anteil an der Produktion zu einem vorab festgelegten Preis Kaufrechte wahrnehmen. Diese Ansprüche sichert sich Royal Gold meist gegen Zahlung einer Anschubfinanzierung an den jeweiligen Minenbetreiber. Royalties sind teilweise von den Marktpreisen der in den Minen abgebauten Rohstoffen abhängig, fließen aber oft unabhängig von Produktions- und Erschließungskosten.

10 Tipps für Börseneinsteiger

  • Volles Risiko oder lieber Nummer sicher - Typ-Analyse

    Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Aktien kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt und für welchen Anlegertyp er sich hält. Wenn mit den Aktien später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurzfristige Gewinne geht. Die grundlegende Frage ist: Sind Sie auf den Betrag angewiesen und investieren deshalb lieber mit möglichst geringem Risiko oder können Sie eventuelle Verluste verschmerzen und renditestärkere aber auch riskantere Papiere kaufen?

  • Gier ist nicht immer gut

    Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit "no risk, no fun!" beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann. Für den Anfang schadet es nicht, auf eine langfristige Strategie zu setzen und die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Kleine Zockereien für den Nervenkitzel sind dann im Verlustfall besser zu verschmerzen. Nach dem Geckoschen Leitsatz "Greed is good" sollten Börsenneulinge nicht handeln.

  • Nur kaufen, was man versteht

    Was eine Aktie ist und wie sie funktioniert, dürfte jedem klar sein. Wer sein Depot auch mit Anleihen und Zertifikaten füllen möchte, sollte nur in Produkte investieren, die er auch versteht. Wer nur auf die Renditeversprechen hört und Produkte kauft, deren Vor- und Nachteile, beziehungsweise Funktionsweisen er nicht begreift, fällt über kurz oder lang auf die Nase.

  • Bankgebühren beachten

    Bevor Sie ein Depot eröffnen, vergleichen Sie die Gebühren der Banken. Je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt die Rendite nachher aus. Direktbanken haben im Regelfall günstige Konditionen und bieten kostenlose Depots an.

  • Auf die Mischung achten

    Anleger sollten ihr Geld - und damit auch ihr Risiko - zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Märkte wie Rohstoffe und Energie, sowie auf Aktien, Fonds und Anleihen.

  • Mischung bei Fonds und Zertifikaten

    Wer seinem Portfolio Fonds oder Zertifikaten beimischt, sollte auch innerhalb dieser Anlageklassen auf eine gute Mischung achten. Fondsanbieter und deren Produkte lassen sich online schnell vergleichen. Wer nicht nur in ein oder zwei Gesellschaften investiert, ist auf der sicheren Seite.

  • Regelmäßige Überprüfung

    Besonders wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Ihre Geldanlage und Ihr Depot regelmäßig überprüfen: Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Ist es Zeit, das Depot umzuschichten, oder läuft alles in meinem Sinne?

  • Qualität hinterfragen

    Bei der Überprüfung des Depots sollte man sich immer mal wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diesen Fonds heute noch kaufen? Lautet die Antwort ja, behalten Sie das Produkt. Sind Sie von der Qualität nicht mehr überzeugt, wird es Zeit zum Verkauf.

  • Verluste begrenzen

    Entwickelt sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht so, wie geplant, sollten Sie nicht zögern, es zu verkaufen. Sogenannte Stopp-Loss-Orders, also Untergrenzen, bei denen verkauft werden soll, können hilfreich sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man den Kurs nicht permanent selbst im Auge behalten kann oder will.

  • Einen kühlen Kopf bewahren

    Grundsätzlich gilt: Verlieren Sie nicht die Nerven. An der Börse gibt es Kursschwankungen, Aktienkurse können unerwartet einbrechen. Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf zu verlieren. Panische und unüberlegte Deals kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends.

Das Portfolio von Royal Gold umfasst inzwischen Ansprüche an 204 Bergbauliegenschaften auf sechs Kontinenten, darunter 36 produzierende Minen und 21 Minenprojekte, die in der Entwicklungsphase stecken. Unter Risikogesichtspunkten ist die breite regionale Streuung ein Plus gegenüber Förderern mit nur wenigen Minen. Im Dezemberquartal des aktuellen Geschäftsjahrs (30. Juni) erlöste die an der Börse mit rund drei Milliarden Dollar bewertete Gesellschaft 52,8 Millionen Dollar. Die freien Mittelzuflüsse erreichten 34,7 Millionen Euro. Unter dem Strich wurden 10,8 Millionen Dollar verdient. Royal Gold verfügt über 360 Millionen Nettoliquidität. Zusammen mit unausgeschöpften Kreditlinien und den operativen Mittelzuflüssen können aus dem Stand über eine Milliarde Dollar mobilisiert werden. Royal Gold zahlt 21 Cent Dividende pro Quartal, aufs Jahr gerechnet etwa 1,4 Prozent Dividendenrendite. Das ist nicht besonders viel, schafft aber kein Goldbarren.

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