Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Nach Abschreibungsverlusten sollte der Goldförderer Agnico Eagle Mines wieder auf den alten Wachstumspfad zurückkehren und eine attraktive Anlagemöglichkeit bieten. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp - Agnico Eagle Mines: Wieder zurück auf dem alten Wachstumspfad

Überirdisches Gold in Form von Barren und Münzen kann im Preis schwanken, ist aber bereits gefördert und weist somit keine operativen Risiken auf. Gold im Boden muss dagegen erst noch gefördert werden. Und auf dem Weg nach oben lauern mitunter besondere Risiken für einen Goldförderer.

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Hart zu spüren bekam das der mittelgroße kanadische Goldproduzent Agnico Eagle Mines vor gut zwei Jahren. Damals musste das Management entscheiden, die Produktion in der kanadischen Goldex-Mine nach einem Wassereinbruch einzustellen und das Investment komplett abzuschreiben. Für einen kleinen Goldförderer mit nur einer Mine wäre dies das Aus gewesen. Agnico Eagle war aber nicht in Gefahr. Das verbliebene Minen- und Projektportfolio erwies sich als robust genug, den Rückschlag abzufedern. Dafür sorgten drei andere produzierende Goldbergwerke in Kanada, je eines in Finnland und Mexiko sowie eine weitere mexikanische Mine, deren Produktion zwischenzeitlich startete. Die Minen arbeiteten auch während der Goldpreisschwäche profitabel, 2013 bei Gesamtkosten je geförderter Unze von 925 Dollar. Allerdings kamen auch die Kanadier wegen des Goldpreisverfalls nicht um Abschreibungen herum. Unter dem Strich stand deshalb 2013 ein Verlust von gut 400 Millionen Dollar.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

  • Goldnachfrage

    Die gesamte Goldnachfrage im dritten Quartal 2014 betrug 929,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 952,8) gefallen.

    Quelle: World Gold Council

  • Schmucknachfrage

    Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im dritten Quartal 2014 insgesamt 534,2 Tonnen und ist damit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 556,3) gefallen.

  • Industrienachfrage

    Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im dritten Quartal 2014 auf 97,9 Tonnen und fiel, verglichen mit den 103,1 Tonnen im dritten Quartal 2013, um fünf Prozent.

  • Goldbarren- und Münznachfrage

    Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im dritten Quartal 2014 deutlich gesunken – auf 245,6 Tonnen. Ein Minus von 21 Prozent im Vergleich zu 2013 (Q3: 312,3).

  • EFTs und ähnliche Produkte

    Dass die Gesamtnachfrage nach Gold gefallen ist, ist auch auf die Abflüsse aus Gold-EFTs zurückzuführen. Im dritten Quartal 2014 beliefen sich diese auf 41,3 Tonnen. Allerdings ist das deutlich weniger als im Vorjahr. Im dritten Quartlal 2013 betrugen sie noch 120,2 Tonnen.

  • Notenbanken

    Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im dritten Quartal 2014 92,8 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von neun Prozent (Q3'13: 101,5).

  • Investment gesamt

    Die Goldnachfrage im Investment belief sich im dritten Quartal 2014 auf 204,4 Tonnen. Das ist eine minimale Steigerung von sechs Prozent, im Vorjahresquartal waren es 192 Tonnen.

Jetzt sollte der Goldförderer aber wieder auf den alten Wachstumspfad zurückkehren. Denn mit der Wiederaufnahme der Produktion in Goldex und nach dem Produktionsstart der neuen Mine La India in Mexiko wird sich die Jahresproduktion bis 2016 um voraussichtlich 16 Prozent auf 1,275 Millionen Unzen erhöhen. Zugleich werden sich die jährlichen Kapitalausgaben von zuletzt 580 Millionen Dollar spürbar verringern. Steigende Produktionsmengen bei geringeren Kapitalausgaben sollten deshalb wieder für positive freie Mittelzuflüsse sorgen und die Finanzlage stabilisieren. Agnico Eagle verfügte zuletzt über 245 Millionen Dollar Liquidität bei Verbindlichkeiten von gut einer Milliarde Dollar.

Der an der Börse mit 5,7 Milliarden Dollar bewerte Goldförderer hat Zugriff auf Reserven von 16,9 Millionen Unzen Gold. Hinzu kommen 96 Millionen Unzen Silber, 220.000 Tonnen Zink und 73.000 Tonnen Kupfer.

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