Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

von Anton Riedl und Frank Doll

Nach dem Rückschlag im vergangenen Jahr könnte die Coca-Cola-Aktie 2014 wieder etwas zulegen. Die Anzeichen verdichten sich, dass das Brause-Imperium wiederkommt. Aktien und Anleihen für die private Geldanlage.

Mit zwei Prozent weniger Umsatz und fünf Prozent weniger Reingewinn war das Jahr 2013 für Coca-Cola enttäuschend. Anders als der Dow Jones haben Coke-Aktien seit einem Jahr an Wert verloren. Doch das Brause-Imperium kommt wieder. Im ersten Quartal verringerten sich die Erlöse zwar noch einmal um vier auf 10,58 Milliarden Dollar und der Nettogewinn schrumpfte um gut sieben Prozent auf 1,62 Milliarden Dollar. Doch das Absatzvolumen zog weltweit wieder an um zwei Prozent.

In den Industrieländern ist Coke bei Softdrinks die Nummer eins, etwa in den USA mit 42 Prozent Marktanteil. In den Schwellenländern legt Coca-Cola zu. Dazu kommen Neuerungen. Für 1,25 Milliarden Dollar ist Coke beim Kaffeeröster Keurig Green Mountain eingestiegen. Damit hat Cola den Zugang zum hochrentablen Kapsel-Kaffeemarkt; außerdem sind portionierte Kaltgetränke geplant. Mit der Beteiligung am kalifornischen Start-up Zico mischt Cola beim Trend Kokoswasser mit.

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10 Tipps für Börseneinsteiger

  • Volles Risiko oder lieber Nummer sicher - Typ-Analyse

    Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Aktien kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt und für welchen Anlegertyp er sich hält. Wenn mit den Aktien später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurzfristige Gewinne geht. Die grundlegende Frage ist: Sind Sie auf den Betrag angewiesen und investieren deshalb lieber mit möglichst geringem Risiko oder können Sie eventuelle Verluste verschmerzen und renditestärkere aber auch riskantere Papiere kaufen?

  • Gier ist nicht immer gut

    Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit "no risk, no fun!" beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann. Für den Anfang schadet es nicht, auf eine langfristige Strategie zu setzen und die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Kleine Zockereien für den Nervenkitzel sind dann im Verlustfall besser zu verschmerzen. Nach dem Geckoschen Leitsatz "Greed is good" sollten Börsenneulinge nicht handeln.

  • Nur kaufen, was man versteht

    Was eine Aktie ist und wie sie funktioniert, dürfte jedem klar sein. Wer sein Depot auch mit Anleihen und Zertifikaten füllen möchte, sollte nur in Produkte investieren, die er auch versteht. Wer nur auf die Renditeversprechen hört und Produkte kauft, deren Vor- und Nachteile, beziehungsweise Funktionsweisen er nicht begreift, fällt über kurz oder lang auf die Nase.

  • Bankgebühren beachten

    Bevor Sie ein Depot eröffnen, vergleichen Sie die Gebühren der Banken. Je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt die Rendite nachher aus. Direktbanken haben im Regelfall günstige Konditionen und bieten kostenlose Depots an.

  • Auf die Mischung achten

    Anleger sollten ihr Geld - und damit auch ihr Risiko - zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Märkte wie Rohstoffe und Energie, sowie auf Aktien, Fonds und Anleihen.

  • Mischung bei Fonds und Zertifikaten

    Wer seinem Portfolio Fonds oder Zertifikaten beimischt, sollte auch innerhalb dieser Anlageklassen auf eine gute Mischung achten. Fondsanbieter und deren Produkte lassen sich online schnell vergleichen. Wer nicht nur in ein oder zwei Gesellschaften investiert, ist auf der sicheren Seite.

  • Regelmäßige Überprüfung

    Besonders wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Ihre Geldanlage und Ihr Depot regelmäßig überprüfen: Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Ist es Zeit, das Depot umzuschichten, oder läuft alles in meinem Sinne?

  • Qualität hinterfragen

    Bei der Überprüfung des Depots sollte man sich immer mal wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diesen Fonds heute noch kaufen? Lautet die Antwort ja, behalten Sie das Produkt. Sind Sie von der Qualität nicht mehr überzeugt, wird es Zeit zum Verkauf.

  • Verluste begrenzen

    Entwickelt sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht so, wie geplant, sollten Sie nicht zögern, es zu verkaufen. Sogenannte Stopp-Loss-Orders, also Untergrenzen, bei denen verkauft werden soll, können hilfreich sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man den Kurs nicht permanent selbst im Auge behalten kann oder will.

  • Einen kühlen Kopf bewahren

    Grundsätzlich gilt: Verlieren Sie nicht die Nerven. An der Börse gibt es Kursschwankungen, Aktienkurse können unerwartet einbrechen. Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf zu verlieren. Panische und unüberlegte Deals kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends.

Fast sichere Ausschüttung

Nach dem Rückschlag im vergangenen Jahr könnte Coca-Cola 2014 wieder etwas zulegen. Der Umsatz dürfte den bisherigen 2012er-Rekordwert von 48 Milliarden Dollar übertreffen. Dank eingeleiteter Sparmaßnahmen (bis 2016 sollen jährlich eine Milliarde Dollar Kosten wegfallen) dürften rund neun Milliarden Dollar Reingewinn bleiben.

Die hohen Mittelzuflüsse aus dem laufenden Geschäft geben Spielraum für Aktienrückkäufe. Deren Volumen könnte 2014 bis zu drei Milliarden Dollar erreichen. Das würde auch negative Effekte eines geplanten und von Aktionären kritisierten Mitarbeitervergütungsprogramms abmildern, mit dem Coca-Cola im großen Stil Aktien an Mitarbeiter ausgeben will („2014 Equity Plan“).

Als Dividende gibt es für 2013 insgesamt 1,12 Dollar je Anteil; für 2014 sind als 1,22 Dollar möglich. Das wären mehr als drei Prozent Rendite.

Und die Ausschüttung dürfte fast so sicher sein wie bei einer guten Anleihe: Seit 52 Jahren hat Coca-Cola nicht nur immer Dividende gezahlt, sondern sie in jeder Saison auch angehoben. Kein Wunder, dass strategische Langfristinvestoren an Bord sind: Warren Buffett, dessen Berkshire Hathaway etwa neun Prozent an Coca-Cola in der Hand hat.

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