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Aktien, Anleihen, Zertifikate: Die Anlagetipps der Woche

Neue Abkommen für Gaskraftwerke in Nahost und für Wasser- und Wärmekraftwerke in Südamerika signalisieren dem französischen Energieversorger GDF Suez einen vielversprechenden Geschäftsverlauf. Warum sich die Aktie lohnt.

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Aktientipp - GDF Suez: Mit dem Großaktionär acht Prozent kassieren

Während sich die deutschen Energiekonzerne auf der Suche nach neuen Einnahmequellen schwertun, ist die französische GDF Suez einen Schritt weiter: Zwar leidet auch sie am Verfall der Großkunden-Strompreise in Europa, doch das klassische Energiegeschäft auf dem alten Kontinent macht nur noch ein Viertel des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) aus. Auf dem europäischen Energiemarkt musste GDF 2012 über 400 Millionen Euro auf unrentable Kraftwerke abschreiben. Das sollte sich 2013 nicht wiederholen. Das außereuropäische Energiegeschäft ist mit 28 Prozent Anteil am operativen Gewinn stärker. Und es läuft stabil. Neue Abkommen für Gaskraftwerke in Saudi-Arabien und Oman und für Wasser- und Wärmekraftwerke in Brasilien, Peru und Panama signalisieren einen vielversprechenden Geschäftsverlauf.

10 Tipps für Börseneinsteiger

  • Volles Risiko oder lieber Nummer sicher - Typ-Analyse

    Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Aktien kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt und für welchen Anlegertyp er sich hält. Wenn mit den Aktien später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurzfristige Gewinne geht. Die grundlegende Frage ist: Sind Sie auf den Betrag angewiesen und investieren deshalb lieber mit möglichst geringem Risiko oder können Sie eventuelle Verluste verschmerzen und renditestärkere aber auch riskantere Papiere kaufen?

  • Gier ist nicht immer gut

    Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit "no risk, no fun!" beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann. Für den Anfang schadet es nicht, auf eine langfristige Strategie zu setzen und die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Kleine Zockereien für den Nervenkitzel sind dann im Verlustfall besser zu verschmerzen. Nach dem Geckoschen Leitsatz "Greed is good" sollten Börsenneulinge nicht handeln.

  • Nur kaufen, was man versteht

    Was eine Aktie ist und wie sie funktioniert, dürfte jedem klar sein. Wer sein Depot auch mit Anleihen und Zertifikaten füllen möchte, sollte nur in Produkte investieren, die er auch versteht. Wer nur auf die Renditeversprechen hört und Produkte kauft, deren Vor- und Nachteile, beziehungsweise Funktionsweisen er nicht begreift, fällt über kurz oder lang auf die Nase.

  • Bankgebühren beachten

    Bevor Sie ein Depot eröffnen, vergleichen Sie die Gebühren der Banken. Je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt die Rendite nachher aus. Direktbanken haben im Regelfall günstige Konditionen und bieten kostenlose Depots an.

  • Auf die Mischung achten

    Anleger sollten ihr Geld - und damit auch ihr Risiko - zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Märkte wie Rohstoffe und Energie, sowie auf Aktien, Fonds und Anleihen.

  • Mischung bei Fonds und Zertifikaten

    Wer seinem Portfolio Fonds oder Zertifikaten beimischt, sollte auch innerhalb dieser Anlageklassen auf eine gute Mischung achten. Fondsanbieter und deren Produkte lassen sich online schnell vergleichen. Wer nicht nur in ein oder zwei Gesellschaften investiert, ist auf der sicheren Seite.

  • Regelmäßige Überprüfung

    Besonders wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Ihre Geldanlage und Ihr Depot regelmäßig überprüfen: Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Ist es Zeit, das Depot umzuschichten, oder läuft alles in meinem Sinne?

  • Qualität hinterfragen

    Bei der Überprüfung des Depots sollte man sich immer mal wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diesen Fonds heute noch kaufen? Lautet die Antwort ja, behalten Sie das Produkt. Sind Sie von der Qualität nicht mehr überzeugt, wird es Zeit zum Verkauf.

  • Verluste begrenzen

    Entwickelt sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht so, wie geplant, sollten Sie nicht zögern, es zu verkaufen. Sogenannte Stopp-Loss-Orders, also Untergrenzen, bei denen verkauft werden soll, können hilfreich sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man den Kurs nicht permanent selbst im Auge behalten kann oder will.

  • Einen kühlen Kopf bewahren

    Grundsätzlich gilt: Verlieren Sie nicht die Nerven. An der Börse gibt es Kursschwankungen, Aktienkurse können unerwartet einbrechen. Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf zu verlieren. Panische und unüberlegte Deals kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends.

Zugute kommt GDF die starke Position bei Erdgas. In China liefert GDF Gas an den Energiekonzern CNOOC, in den USA haben sich die Franzosen am Gasunternehmen Cameron beteiligt. Damit ist GDF auch mit im Spiel, Erdgas in verflüssigter Form (LNG) dahin zu transportieren, wo es hohe Preise erzielt. Schon heute bringt die Gassparte 14 Prozent des operativen Gewinns. Das Geschäft mit Energieservice (Wärmeversorgung, öffentliche Beleuchtungen, Wartung) ist stabil; die Sparte Energieinfrastruktur (Gasleitungen, Terminals, Speicher) hat sich mit 24 Prozent Anteil am Gewinn zu einem wichtigen Ertragsbringer entwickelt.

Mit 40 Milliarden Euro ist GDF hoch verschuldet. Dank operativer Einnahmen, Sparmaßnahmen und Unternehmensverkäufen sind die Schulden im ersten Halbjahr um vier Milliarden gesunken. Das Ziel, bis Ende nächsten Jahres bei 30 Milliarden zu landen, ist realistisch. Für die geplante Expansion ist genug Liquidität vorhanden: gut neun Milliarden Euro Cash, dazu Kreditlinien von knapp acht Milliarden Euro.

GDF-Aktien bieten die Chance auf einen Turn-around. Dass es mehr als acht Prozent Dividende gibt, macht das Papier zu einem Basisinvestment. Die Dividende dürfte üppig bleiben, denn der wichtigste Großaktionär, der französische Staat (Anteil 36,7 Prozent), braucht Geld.

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