
Aktientipp - Stada: Mehr Gewinne ohne Kasse und Rezept
Soeben erhielt Stada von der Krankenkasse AOK den Zuschlag für die wichtigen Massenmedikamente Omeprazol (gegen Magenleiden) und Risperidon (gegen Psychosen). Mit diesen Rabattverträgen bekommt die AOK die Medikamente von Stada zwar günstiger, dafür aber sorgt sie dafür, dass ihre Versicherten nur diese Präparate bekommen. Angesichts von 24 Millionen AOK-Versicherten bringt der Vertrag ordentlich Umsatz. Ähnliche Abkommen hat Stada auch mit den großen Kassen Barmer und Techniker abgeschlossen. Stada dürfte so seinen Anteil am deutschen Generikamarkt von derzeit 13 Prozent weiter ausbauen.
Wesentlich stärker als im Geschäft mit Nachahmerpräparaten legt Stada bei Produktion und Absatz rezeptfreier Medikamente zu. Grippostad (gegen Erkältungskrankheiten), Mobilat (bei Gelenkschmerzen) und andere frei verkäufliche Markenprodukte machen derzeit ein Drittel der Stada-Umsätze aus, bringen aber schon fast die Hälfte der Gewinne. Ihr Anteil am Stada-Geschäft wird zunehmen – und damit steigt auch die Gewinnspanne schrittweise an.
Aktientipp: Kursverlauf der Stada-Aktie
Kurs/Stoppkurs (in Euro): 28,48/24,20
KGV (2012/2013): 9,6/9,9
Chance-/Risikoverhältnis (max. 10): 6/4
Kurs/Stoppkurs (in Euro): 28,48/24,20
KGV (2012/2013): 9,6/9,9
Chance-/Risikoverhältnis (max. 10): 6/4
Der wichtigste Zukunftsmarkt für Stada ist Russland. Über den Ableger Nizhpharm werden dort Medikamente produziert und verkauft. Dank zweistelliger Wachstumsraten dürfte das Russlandgeschäft in diesem Jahr ein Fünftel zum gesamten Stada-Umsatz beitragen. Die erzielten Preise sind gut, da Patienten ihre Medikamente überwiegend direkt bar bezahlen müssen und weil es keine mächtigen Krankenkassen gibt, die Preise deckeln.
In den nächsten Jahren will Stada auch die Position in Asien und im pazifischen Raum ausbauen. Mit vier Prozent Umsatzanteil hat Stada hier reichlich Nachholbedarf. In Serbien hat Stada die aus Zahlungsausfällen von Großhändlern entstandenen Probleme bereinigt, nun wird ein Entwicklungscenter für Medikamente aufgebaut.
2013 könnte Stada mit deutlich mehr als 1,8 Milliarden Euro einen Rekordumsatz erzielen. Netto sollten erstmals gut 150 Millionen Euro Gewinn bleiben. Im weltweiten Generikageschäft ist das Unternehmen aus dem hessischen Bad Vilbel damit die Nummer fünf – und mit rund 1,6 Milliarden Euro Börsenwert als Übernahmekandidat nicht zu teuer.
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