Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Warum die Aktie des kanadischen Silberminenbetreibers Silver Wheaton als Anlage taugt. Aktien, Anleihen, Zertifikate und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp - Silver Wheaton: Neue Chancen mit der silbernen Ikone

Gewinne aus physischen Edelmetallanlagen bleiben nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, weil bei ihnen weiter die alte Spekulationssteuer gilt. Doch während der Kauf von Gold von der Mehrwertsteuer befreit ist, werden beim Kauf von Silber zwischen 7 (Anlagemünzen) und 19 Prozent (Barren) Mehrwertsteuer aufgeschlagen. Von 2014 an entfällt zudem der ermäßigte Satz für Münzen. Eine gute Alternative zum physischen Silber bleibt deshalb die Aktie von Silver Wheaton. Anleger der ersten Stunde und Mutige, die im Crash von 2008 eingestiegen sind, konnten ihren Einsatz zwischenzeitlich mehr als verzwölffachen. In der seit nunmehr gut zwei Jahren laufenden Konsolidierung hat sich das Kursplus zwar halbiert. Dadurch bieten sich aber erneut Kaufchancen.

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Die Kanadier betreiben selbst keine Minen, sondern sichern sich gegen Einmalzahlung an Minenbetreiber das meist als Beiprodukt geförderte Silber zum Fixpreis von gut vier Dollar je Unze. Silver Wheaton selbst trägt keine operativen Risiken, während die Kontraktpartner eine Finanzierungsalternative erhalten gegenüber Kredit oder Kapitalerhöhung.

10 Tipps für Börseneinsteiger

  • Volles Risiko oder lieber Nummer sicher - Typ-Analyse

    Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Aktien kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt und für welchen Anlegertyp er sich hält. Wenn mit den Aktien später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurzfristige Gewinne geht. Die grundlegende Frage ist: Sind Sie auf den Betrag angewiesen und investieren deshalb lieber mit möglichst geringem Risiko oder können Sie eventuelle Verluste verschmerzen und renditestärkere aber auch riskantere Papiere kaufen?

  • Gier ist nicht immer gut

    Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit "no risk, no fun!" beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann. Für den Anfang schadet es nicht, auf eine langfristige Strategie zu setzen und die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Kleine Zockereien für den Nervenkitzel sind dann im Verlustfall besser zu verschmerzen. Nach dem Geckoschen Leitsatz "Greed is good" sollten Börsenneulinge nicht handeln.

  • Nur kaufen, was man versteht

    Was eine Aktie ist und wie sie funktioniert, dürfte jedem klar sein. Wer sein Depot auch mit Anleihen und Zertifikaten füllen möchte, sollte nur in Produkte investieren, die er auch versteht. Wer nur auf die Renditeversprechen hört und Produkte kauft, deren Vor- und Nachteile, beziehungsweise Funktionsweisen er nicht begreift, fällt über kurz oder lang auf die Nase.

  • Bankgebühren beachten

    Bevor Sie ein Depot eröffnen, vergleichen Sie die Gebühren der Banken. Je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt die Rendite nachher aus. Direktbanken haben im Regelfall günstige Konditionen und bieten kostenlose Depots an.

  • Auf die Mischung achten

    Anleger sollten ihr Geld - und damit auch ihr Risiko - zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Märkte wie Rohstoffe und Energie, sowie auf Aktien, Fonds und Anleihen.

  • Mischung bei Fonds und Zertifikaten

    Wer seinem Portfolio Fonds oder Zertifikaten beimischt, sollte auch innerhalb dieser Anlageklassen auf eine gute Mischung achten. Fondsanbieter und deren Produkte lassen sich online schnell vergleichen. Wer nicht nur in ein oder zwei Gesellschaften investiert, ist auf der sicheren Seite.

  • Regelmäßige Überprüfung

    Besonders wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Ihre Geldanlage und Ihr Depot regelmäßig überprüfen: Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Ist es Zeit, das Depot umzuschichten, oder läuft alles in meinem Sinne?

  • Qualität hinterfragen

    Bei der Überprüfung des Depots sollte man sich immer mal wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diesen Fonds heute noch kaufen? Lautet die Antwort ja, behalten Sie das Produkt. Sind Sie von der Qualität nicht mehr überzeugt, wird es Zeit zum Verkauf.

  • Verluste begrenzen

    Entwickelt sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht so, wie geplant, sollten Sie nicht zögern, es zu verkaufen. Sogenannte Stopp-Loss-Orders, also Untergrenzen, bei denen verkauft werden soll, können hilfreich sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man den Kurs nicht permanent selbst im Auge behalten kann oder will.

  • Einen kühlen Kopf bewahren

    Grundsätzlich gilt: Verlieren Sie nicht die Nerven. An der Börse gibt es Kursschwankungen, Aktienkurse können unerwartet einbrechen. Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf zu verlieren. Panische und unüberlegte Deals kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends.

Inzwischen bestehen Kontrakte mit 19 Minen über ein für 2013 geschätztes Produktionsvolumen von insgesamt 33,5 Millionen Unzen Silberäquivalent, darin eingeschlossen sind etwa 145 000 Unzen Gold. Inklusive vier weiterer Minen, die noch nicht im Betrieb sind, hat Silver Wheaton Zugriff auf geprüfte Reserven von 1,109 Milliarden Unzen Silberäquivalent, worin 4,9 Millionen Unzen Gold enthalten sind. Hinzu kommen noch nicht wirtschaftlich verwertbare Vorkommen von 945 Millionen Unzen. Gut 70 Prozent der Minen haben eine Lebensdauer von über zehn Jahren. Keine einzelne Mine kommt auf einen Anteil von mehr als 20 Prozent an der Gesamtproduktion. Läuft alles nach Plan, wird Silver Wheaton die Silberlieferungen bis 2017 auf 53 Millionen Unzen Silberäquivalent ausweiten.

Ein Fünftel der im jeweiligen Vorquartal eingefahrenen operativen Mittelzuflüsse geht stets an die Aktionäre. Aus der für das zweite Quartal angekündigten Dividende von zwölf Cent errechnet sich derzeit eine Jahresrendite von zwei Prozent.

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