Aktien: Pirscht sich der Stada-Großaktionär an PNE Wind heran?

exklusivAktien: Pirscht sich der Stada-Großaktionär an PNE Wind heran?

von Heike Schwerdtfeger

Die Aktie des Windpark-Projektentwicklers ist bei großen Umsätzen stark gestiegen. Börsianer vermuten dahinter Active Ownership Capital, den Großaktionär, der beim Pharmaunternehmen Stada für Unruhe sorgte.

Mächtig Wirbel hat der Luxemburger Investor Active Ownership Capital (AOC) verursacht, nachdem er beim hessischen Pharmaunternehmen Stada eingestiegen war. Jetzt vermuten Börsianer das Team rund um die AOC-Gründer und früheren Investmentbanker Florian Schuhbauer und Klaus Röhrig hinter den hohen Umsätzen mit Aktien des Cuxhavener Windpark-Projektentwicklers PNE Wind. Aktienkäufe durch AOC würden den rasanten Kursanstieg von 27 Prozent  innerhalb der vergangenen zwei Monate erklären, obwohl der Sektor erneuerbare Energien nicht unbedingt im Fokus der Börsianer steht und das Unternehmen mit dem 19-fachen des Jahresgewinnes an der Börse auch nicht extrem günstig bewertet erscheint.

Aber nachdem sich Großaktionär Volker Friedrichsen im Februar von 14,99 Prozent der Aktien des Unternehmens getrennt hatte, gab es neben einigen Vermögensverwaltern und einer Beteiligungsgesellschaft Platz für weitere größere Investoren. Zur Strategie von AOC könnte PNE Wind passen. AOC konzentriert sich nach eigenen Angaben auf „Investmentopportunitäten und das Realisieren von Wertsteigerungspotenzial“ und das läuft – anders als bei Stada – häufig eher im Hintergrund ab. So springen die Luxemburger ein, wenn ein Unternehmensvorstand Unterstützung bei seiner Strategie braucht und diese mit einem starken Ankeraktionär besser umsetzen kann.

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Noch haben die Luxemburger mit ihren PNE-Wind Aktienkäufen keine meldepflichtigen Schwellen erreicht, mit denen sie sich zu erkennen geben müssten. Mit 83 Prozent ist der Streubesitz bei PNE groß und sie müssen um die 17.000 Aktionäre überzeugen. Waren die schon seit dem Börsengang 1998 mit von der Partie, haben sie noch ganz andere Preise erlebt. Zeitweise kostete die Aktie knapp 50 Euro und nicht nur 2,74 Euro wie aktuell. Dem Geschäft gab Ende 2016 der Verkauf eines  Windpark-Portfolios für rund 110 Millionen Euro Auftrieb. Käufer war ein geschlossener Infrastruktur-Fonds, der von Allianz Global Investors verwaltet wird.

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