Aktien: Schnäppchenmarkt an Spaniens Börse

Aktien: Schnäppchenmarkt an Spaniens Börse

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Spaniens Börse auf Talfahrt. Aufs Jahr gesehen verlor sie bereits mehr als 25 Prozent

Spaniens Börsenindex der Schwergewichte, der Ibex-35, leidet unter der Finanzkrise im eigenen Land. Experten halten inzwischen viele spanische Werte für stark unterbewertet und empfehlen den Einstieg.

Spanien kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht raus. Die heimische Börse reißt das unweigerlich mit nach unten. Aufs Jahr gesehen verlor sie bereits mehr als 25 Prozent. Der Referenzindex Ibex-35 fiel von knapp 9000 Punkten in den vergangenen sechs Monaten um mehr als 2000 Punkte. Alle Branchen, auch fern von Banken und Immobilien, sind von dem Tief betroffen, inzwischen sogar der Tourismus, der bisher der Krise erfolgreich trotzte. Daran ist auch die Stimmungsmache gegen Spanien in Deutschland schuld, wo man glaubt, der Geldgeber für die “fiesta española” der vergangenen Jahre zu sein. “Wer heute sagt, dass er aus Spanien kommt, der hat wirklich keinen guten Stand”, weiß die Marketing-Fachfrau Mercedes Salas aus eigener Erfahrung. Die Spanierin, die in Deutschland aufwuchs, muss ständig erklären, dass ihre Heimat nicht nur aus Korruption, Fehlmanagement und Finanzlöchern besteht.

Einige Börsenexperten wie der deutsche Anlagenberater Felix Schleicher halten die Panik in Bezug auf Spanien für übertrieben: “Die Reaktion der Börse entspricht nicht der Realität vieler Unternehmen im Land.”

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Börsenwert geringer als Apple

Irgendetwas stimme nicht mehr, wenn die Marktkapitalisierung des US-Technologiekonzerns Apple in Höhe von fast 600 Mrd. Dollar den Wert aller 500 börsennotierten Unternehmen in Spanien, Portugal und Griechenland zusammen übersteige: “Diese drei Länder erwirtschaften mit knapp 70 Mio. Einwohnern ein Bruttosozialprodukt von etwa 1,8 Billionen Euro. Spanien beherbergt Weltkonzerne wie Telefónica, Inditex oder die Banco Santander. Ende 2007 war der Börsenwert der drei südeuropäischen Staaten übrigens noch elfmal so hoch wie der von Apple.”

Auch der Präsident von Goldman Sachs Asset Management, Jim O'Neill, glaubt, dass die spanischen Werte insgesamt bis zu 70 Prozent unterbewertet sind, wenn man den Preis der Unternehmen mit dem zu erwartenden Gewinn vergleiche.

Schleichers Value Asset Management GmbH setzt derzeit unter anderem auf das international sehr gut aufgestellte Bauunternehmen Ferrovial, das mit dem spanischen Immobilienboom wenig zu tun hat, sondern internationale Flughäfen erfolgreich managt und Infrastruktur rund um den Globus baut. Schon in 2011 galt die Aktie als einer der wenigen Gewinner des Ibex-35. Für Schleicher ist noch mehr Wachstum drin. Denn das Management unter der Familie Del Pino hält sich raus aus Schlagzeilen. Zwar ging der Gewinn im ersten Halbjahr mi Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 264, 7 Millionen Euro zurück, aber die Finanzen des Unternehmens gelten als solide. 68 Prozent des Baugeschäfts befindet sich außerhalb von Spanien.

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