BaFin will Offenlegung der Algorithmen
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Börsenwert: 183 Milliarden Euro
Ölmulti mit Flüssiggasfantasie und hoher Ausschüttung
BASF
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Blitz-Händler sollen künftig von der BaFin kontrolliert werden. Geplant ist, dass die Trader auf ihre Anfrage Algorithmen offenlegen müssen. Für Profis ist das in etwa so, als wenn man Coca-Cola zwingen wollte, die geheime Rezeptur der Brause zu verraten. Da-Vinci-Chef Klein, der von der Schweizer Aufsicht Finma reguliert wird, offenbart nicht mal seinem Partner alles. „Mein Bruder und ich sind die Einzigen, die alle Strategien kennen und wissen, wie die Maschinen programmiert sind“, sagt er.
2008 war Klein persönlich ins mit der Börse vernetzte Rechencenter gestapft – mit Mütze und Handschuhen, denn weil Rechner heiß laufen, werden die Räume tiefgekühlt. „Ich wollte wissen, wie es funktioniert, und alles selber installieren“, sagt Klein.

Dass die Behörde, selbst wenn sie sie bekommt, etwas mit den Algorithmen anfangen kann, ist schwer vorstellbar. Ein Aufseher malte sich bereits aus, wie er vor Hunderten Seiten voller komplizierter Formeln sitzt. „Die Hochfrequenzler holen die klügsten Mathematiker und Physiker direkt von der Universität, was haben wir denen schon entgegenzusetzen?“, fragt er.
Die meisten Turbo-Händler, die in Frankfurt handeln, sitzen im Ausland – vor allem in London und in der Schweiz. Da Vinci zum Beispiel handelt aus der Schweiz über einen Broker in London an der Börse in Frankfurt. Eigentlich gilt in Regulierungsfragen das Heimatlandprinzip: Die BaFin beaufsichtigt Trader aus Deutschland, die Finma jene in der Schweiz, und die FSA ist für solche in London zuständig.
Die Hüst kann nicht eingreifen
Der in Deutschland zugelassene Handelsteilnehmer ist der Londoner Broker, nicht die Schweizer Trader. Bei den Briten sieht die Handelsüberwachungsstelle (Hüst) der Frankfurter Wertpapierbörse und der Eurex ins Handelsbuch. Dass ein Schweizer Fonds dahintersteht, weiß sie nicht. Spielt ein Algorithmus verrückt, kann die Hüst ihn nicht einzeln stoppen. „Wir würden daher gerne den Endkunden und jeden Algorithmus nummerieren, sodass wir fehlerhafte Algorithmen schnell abschalten können“, sagt Michael Zollweg, Leiter der Hüst im Eschborner Hauptquartier der Deutschen Börse.
Damit die BaFin künftig Zugriff auf ausländische Trader hat, müssten diese nach der bisherigen Gesetzesplanung künftig eine Zweigstelle in Deutschland eröffnen. Das aber dürften die wenigsten tun. „Bevor das Gesetz verabschiedet wird, wäre wohl noch mal zu prüfen, ob der Ausschluss von Hochfrequenzhändlern, die nur vom Ausland operieren, beabsichtigt ist. Für Europa wäre das sehr ungewöhnlich, denn man darf eigentlich Dienstleistungen in der Union überall gleichberechtigt erbringen“, sagt Boschan von der Stuttgarter Börse.
Die Mitarbeiter der Hüst suchen längst nach von der Börse verbotenen Handelsstrategien – auch ohne neues Gesetz. Der Handel auf Nachrichten gehört nicht dazu. Die Börse bietet Da Vinci über „AlphaFlash“ selber die Nachrichtendienste an.
























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Alle Kommentare lesen31.08.2012, 20:13 UhrAnonymer Benutzer:investor
Wenn ich das richtig verstanden habe,ist es nicht notwendig in Vorleistung zu treten. Man braucht nur sein Kapital bei Da Vinci investieren und schon ist man auch als Kleinanleger dabei.
30.08.2012, 16:04 UhrAnonymer Benutzer:BigBoy
Die Türe zum Hochfrequenzhandel steht jedem offen, wenn er bereit ist das Risiko zu übernehmen und darüber hinaus noch bereit ist in Vorleistung zu treten, um z.B. die hohen Kosten für IT und Colocation zu bezahlen.
29.08.2012, 18:18 UhrAnonymer Benutzer:rs-depot.de
Wenn ein Kleinanleger sich mit Hochfrequenzhandel versuchen will, seine Sache. Aber es gibt gute Trendfolgealternativen im mittelfristigen Anlagebereich. Wenn Positionen mehrere Wochen oder Monate gehalten werden ist der Hochfrequenzhandel ohne Bedeutung. Da sind dann zwar nur 10-15% p.a. machbar, aber das müssen die Sekundentrader erstmal erreichen, denn dort begrenzt die Konkurrenz auch die Gewinne.