Aktienmarkt: Dax arbeitet sich mühsam nach oben

Aktienmarkt: Dax arbeitet sich mühsam nach oben

Dank einiger guter Quartalsberichte ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch freundlich in den Handel gestartet und hält sich über der 9000er-Marke. Mit Blick auf den EZB-Entscheid am Donnerstag halten sich die Anleger aber zurück.

Kommt sie oder kommt sie nicht, die Zinssenkung der EZB? Die Unklarheit über den weiteren geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank lässt die Anleger am deutschen Aktienmarkt vorsichtig agieren. Der Dax hielt sich am Mittwoch mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf 9035 Punkte nur knapp im Plus. In den vergangenen Tagen waren angesichts einer rückläufigen Inflationsrate in der Euro-Zone Spekulationen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik aufgeflammt. Die EZB wird am Donnerstag über den Zinssatz für die Euro-Zone entscheiden - derzeit liegt er bereits bei rekordniedrigen 0,5 Prozent.

Sollte die EZB tatsächlich die Zinsen senken, dürfte das die Märkte erst einmal glücklich machen, hieß es in einem Kommentar vom Brokerhaus Sanlam Securities. Die lockere Geldpolitik der Zentralbanken weltweit gilt als wesentlicher Treiber für die Rally an den Börsen in diesem Jahr. Vor allem die milliardenschweren Anleihenkäufe der US-Notenbank Fed stützen den Appetit der Anleger auf Aktien. Der Dax ist zuletzt von einem Rekord zum nächsten geeilt, der Leitindex kommt in diesem Jahr bislang auf ein Plus von mehr als 18 Prozent.

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Viele Analysten gehen allerdings davon aus, dass die EZB am Donnerstag die Füße erst einmal still halten wird. Wenn es tatsächlich zu einer Zinssenkung kommen sollte, dann wohl frühestens auf der nächsten Sitzung im Dezember, sagte ein Börsianer. So ein Schritt werde in der Regel erst einmal verbal vorbereitet. Der Euro, der zuletzt deutlich auf Talfahrt gegangen war, notierte nahezu unverändert bei 1,35 Dollar.

Unter den Einzelwerten machte K+S von sich Reden. Moody's hatte die Bonitätsnote des Salz- und Düngemittelspezialisten um zwei Stufen auf Ramsch-Niveau "Ba1" gesenkt. Die Aktien lagen zeitweise 4,7 Prozent im Minus. Die Ratingagentur geht davon aus, dass die Preise für Kali-Düngemittel nach dem Platzen des russisch-weißrussischen Exportbündnisses BPC fallen werden. "Der Schritt von Moody's kommt zwar nicht überraschend, aber schlecht ist die Nachricht allemal", sagte ein Händler. Die Herunterstufung könnte künftige Anleiheemissionen von K+S erschweren. Belastend wirkten sich zudem enttäuschende Zahlen des kanadischen Konkurrenten Agrium aus. Das Unternehmen verbuchte im dritten Quartal einen deutlich rückläufigen Gewinn.

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Im MDax konnten Rational mit ihren Quartalszahlen punkten. Die Titel des Küchenausrüsters stiegen um bis zu 6,8 Prozent auf 252,95 Euro und waren damit so teuer wie seit vier Monaten nicht mehr. Die Zahlen seien einen Tick besser ausgefallen als erwartet, sagte ein Händler. Die lebhafte Nachfrage aus Europa habe die schwächeren Umsätze in Asien fast ausgeglichen, urteilte DZ-Bank-Analyst Markus Turnwald in einem Kommentar.

Auf Sturzflug gingen dagegen Dürr, die sich nach der Vorlage des Quartalsberichts um knapp acht Prozent verbilligten. Der Maschinen- und Anlagenbauer sieht sich auf gutem Weg, den angepeilten Umsatzrekord in diesem Jahr zu erreichen. Die Anleger nutzten das, um Kassen zu machen - seit Jahresanfang haben die Titel rund 95 Prozent an Wert zugelegt.

Ebenfalls einen schlechten Tag erwischten Koenig & Bauer. Der Druckmaschinenhersteller hat seine Prognose für 2013 kassiert und erwartet nun einen Verlust - die Titel rutschten um knapp elf Prozent auf 12,54 Euro ab, den niedrigsten Stand seit fast zwölf Monaten.

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