Aktienmarkt: Lustloser Dax zum Wochenausklang

Aktienmarkt: Lustloser Dax zum Wochenausklang

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Der Dax könte von dem Abzug von Anlegern aus Schwellenländern profitieren und wieder in deren Blickpunkt geraten

von Stefan Hajek

Wenig neue Impulse heute für den deutschen Leitindex: Der Index schwächelt und prallt zunächst an der Marke von 8400 Punkten ab. Am Donnerstag hatte er nach guten Konjunkturdaten aus China deutlich zugelegt und so die bisherigen Verluste dieser Woche wettgemacht.

Für heute erwarten Händler kaum Impulse. Die letzten US-Konjunkturdaten fielen zwar besser aus als erwartet. Auch die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Großbritannien und Deutschland fielen gut aus. Das deutsche BIP ist im zweiten Quartal um 0,7 Prozent gestiegen. Außerdem konnte die Bundesregierung einen Haushaltsüberschuss in Milliardenhöhe verzeichnen.

Dafür sendeten die Börsen in Asien weiter gemischte Signale. Trotz guter Daten in China ziehen Anleger ihr Geld mehr und mehr aus den Schwellenländern ab.

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Konsum treibt Konjunktur Deutsche Wirtschaft wächst kräftig

Getragen von Konsumfreude ist die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal gewachsen. Nach einem schwachen Winterhalbjahr konnte das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zulegen.

Kunden strömen in die Altmarkt-Galerie in Dresden. Die deutsche Wirtschaft gewinnt kräftig an Schwung. Quelle: dpa

Das muss nicht schlecht sein für den Dax. Wegen fehlender Alternativen sind Anleger weltweit weiterhin auf der Suche nach Aktien. Ziehen sie sich aus den Entwicklungsländern zurück, rücken traditionell deutsche, amerikanische und britische Titel ins Blickfeld. Es sei denn, es käme zum Crash auf breiter Front. Danach sieht es aber nicht unmittelbar aus.

Aktienfonds verzeichnen weltweit weiterhin Mittelzuflüsse (von denen für Emerging Markets einmal abgesehen) und Dax-Aktien sind im weltweiten Vergleich nicht überteuert. Die deutsche Binnenkonjunktur zeigt sich weiterhin sehr stark, neben den Investitionen zeigte sich auch der Konsum in den vergangenen Wochen überraschend agil. Deutschland bleibt auf jeden Fall auf absehbare Zeit die Konjunkturlokomotive Europas. Bis zur Bundestagswahl im September drohen kaum negative Überraschungen von innen.

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So bleibt der DAX vorerst im grünen Bereich. Auch wenn der Index heute erneut an der Widerstandsmarke von 8400 Punkten gescheitert ist: Sieht man von der Korrektur 2011 ab, befindet sich der deutsche Leitindex nun seit fünf Jahren in einem stabilen Aufwärtstrend. Charttechnisch läuft der Index in einem intakten mittelfristigen Aufwärtskanal. Bei etwa 8000 Punkten verläuft derzeit die 200-Tage-Linie und eine recht stabile Unterstützung.

Fiele der Index allerdings rund um oder nach der Wahl darunter, wäre das ein kurzfristiges Verkaufssignal. Erst bei 7500 Punkten fände sich dann die nächste Unterstützung.

Deutlich von der Masse hebt sich heute das Papier der Commerzbank ab. Nach positiven Analystenkommentaren und Meldungen, der Staat könnte sich früher als erwartet aus der teilverstaatlichten Bank zurückziehen, legt das Papier um 1,5 Prozent gegen den Dax-Trend zu.

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