Aktientipp: Deutsche Wohnen: Inflationsangst treibt die Nachfrage

Aktientipp: Deutsche Wohnen: Inflationsangst treibt die Nachfrage

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Im ersten Quartal 2012 erwarben Fonds und Unternehmen hierzulande 70.000 Wohnungen im Gesamtwert von 3,4 Milliarden Euro

Warum die WirtschaftsWoche die Aktie des Wohnungsunternehmens Deutsche Wohnen empfiehlt.

Das Statistische Bundesamt rechnet hoch, dass die steigende Zahl der Haushalte (vor allem durch Singles) den Wohnungsbedarf in Deutschland bis 2025 jedes Jahr um gut 180.000 Einheiten erhöht. Dazu kommt die Nachfrage derjenigen, die ihr Geld aus Angst vor dem Wertverlust des Euro in Immobilien anlegen. Die Käufer sind wieder da. Allein im ersten Quartal erwarben Fonds und Unternehmen hierzulande 70.000 Wohnungen im Gesamtwert von 3,4 Milliarden Euro. Das sind fast zwei Drittel des Gesamtwerts von 2011. Aktien von Wohnungskonzernen gehören derzeit zu den Favoriten.

Die Deutsche Wohnen hat einen Bestand von gut 50.000 Wohnungen, vor allem im Großraum Berlin, in den Ballungszentren Frankfurt, Rhein-Ruhr und Rhein-Neckar. Das Unternehmen hat drei Einnahmequellen. Am wichtigsten sind die laufenden Einnahmen aus Vermietung. Hier sind die Aussichten gut. Im Kernbestand der gehaltenen Wohnungen konnten die Mieteinnahmen im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent erhöht werden, der Leerstand ging um ein Viertel auf 1,6 Prozent zurück. Angesichts steigender Nachfrage sind Mieterhöhungen von gut zwei Prozent pro Jahr möglich.

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Zweite Einnahmequelle ist der Verkauf von Wohnungen. Hier kann das Unternehmen einerseits einen kleinen Teil des Bestands zu hohen Preisen an private Interessenten verkaufen; andererseits wird durch Paketkäufe vergleichsweise günstig Nachschub erworben. Dank solider Finanzausstattung will die Deutsche Wohnen ihren Bestand mittelfristig auf 75.000 Wohnungen ausbauen.

Zusammen mit der dritten Einnahmequelle (betreutes Wohnen und Pflegedienste) dürfte die Deutsche Wohnen in diesem Jahr ihren Nettogewinn von 51 Millionen Euro auf weit über 60 Millionen erhöhen. Dazu beitragen wird voraussichtlich auch eine weitere Aufwertung der Wohnungen. Nach Berechnungen des Immobilienberaters CB Richard Ellis liegt deren Wert derzeit bei 2,9 Milliarden Euro. Zieht man davon Nettoschulden und weitere Finanzpositionen (vor allem Derivate) ab, bleiben je Aktie 11,84 Euro. Das ist zwar keine garantierte Untergrenze für die Aktie, gibt dem Kurs aber neben den Ertragsaussichten eine zusätzliche Stütze.

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