Aktientipp: Foster’s: Nur keine übermäßige Gier beim Bier

Aktientipp: Foster’s: Nur keine übermäßige Gier beim Bier

Wie es um die Aktie des Bierriesen Foster's bestellt ist.

Der britisch-südafrikanische Bierriese SAB Miller will den australischen Marktführer Foster’s schlucken. Der nach Anheuser-Busch Inbev größte Brauereikonzern der Welt bietet den Aktionären von Foster’s 4,90 australische Dollar in bar je Aktie, insgesamt 9,51 Milliarden australische Dollar. Packt man die Nettoschulden obendrauf errechnet sich für die Transaktion ein Gesamtvolumen von 11,44 Milliarden australischen Dollar.

Dem Verwaltungsrat von Foster’s ist das zu wenig. Auch die Börse rechnet noch mit einem Nachschlag. Die Foster’s-Aktie notiert aktuell gut fünf Prozent über dem Angebotspreis. Hedgefonds rechnen für die Foster’s-Aktie kaum mehr mit nennenswertem Kurspotenzial, weil wohl keine Konkurrenzangebote kommen werden. Weltmarktführer Anheuser-Busch Inbev hat sich bisher nicht geregt, die asiatischen Brauer Asahi aus Japan und Tsingtao aus China hatten schon vorher abgewinkt, und für den Rest hängt die Latte mit Blick auf die Finanzierung eines Deals in dieser Größenordnung zu hoch.

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Trotzdem: Im Sinne einer freundschaftlichen Einigung wird SAB Miller wohl noch ein bisschen nachschenken. Gemessen am Preis, den der japanische Brauer Kirin vor zwei Jahren für den restlichen Anteil an Lion Nathan, der australischen Nummer zwei, bezahlt hat, wären für Marktführer Foster’s etwa 5,50 Dollar pro Aktie die Richtgröße. Das ausgerechnet haben die Branchenanalysten der Citigroup. Nun, das ist nicht die Welt, aber immerhin gut sechs Prozent mehr, als die Foster’s-Aktie an der Börse kostet. Und der Kurs der australischen Bieraktie wird kaum in sich zusammenbrechen, wenn doch nichts wird aus der Übernahme. Der australische Biermarkt ist zwar weitgehend gesättigt, liefert aber aufgrund eines faktischen Duopols auf der Angebotsseite – Foster’s kontrolliert 50 Prozent des Marktes, Lion Nathan rund 40 Prozent – im internationalen Vergleich die mit Abstand besten operativen Margen im Biergeschäft. Diese liegt bei Foster’s mit rund 38 Prozent weit vor der Marge des potenziellen Käufers. SAB Miller schaffte zuletzt 25 Prozent. Hochprozentig auch die Dividendenrendite: Foster’s-Aktien bringen aktuell 5,8 Prozent.

Die WirtschaftsWoche bewertet die Foster's-Aktie mit einem Chance-/Risikoverhältnis von  4/3 (von 10).

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