Aktientipp: Franco-Nevada: Gold mit Zinsen

Aktientipp: Franco-Nevada: Gold mit Zinsen

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Grafik: Kursverlauf der Franco-Nevada-Aktie 2009-2011

Der kanadische Minenbetreiber Franco-Nevada steht kurz vor der Übernahme des Wettbewerbers Gold-Wheaton. Die lukrativen Lizenz- und Förderabgaben sichern stetige Einnahmen.

Royaltygesellschaften im Bergbau kassieren von Minenbetreibern und Projektentwicklern Förder- und Lizenzabgaben, sogenannte Royalties. Diesen Anspruch sichern sich Gesellschaften wie die auf Gold fokussierte kanadische Franco-Nevada meist gegen Zahlung einer Anschubfinanzierung. Royalties sind lukrativ, weil sie unabhängig von den Produktionskosten fließen. Entsprechend üppiger und besser kalkulierbar als bei reinen Produzenten fallen die Margen von Royaltygesellschaften aus. Nach drei Quartalen 2010 verbuchte Franco-Nevada 90 Prozent der Royalties von 136 Millionen Dollar als freien Mittelzufluss. Knapp drei Viertel der Einnahmen kamen aus dem Edelmetallbereich, vor allem von Goldminen. Im Dezember kündigte Franco-Nevada die Übernahme des Wettbewerbers Gold Wheaton an. Der Kaufpreis von 840 Millionen Dollar sollte ursprünglich beglichen werden in eigenen Aktien (40 Prozent) und Cash (60 Prozent).

Finanzierung von Gold Whaton stellt kein Problem dar

Doch die Aktionäre von Gold Wheaton können inzwischen wählen zwischen Cash, Aktien oder einer Mischung aus beiden Komponenten. Der Deal sollte reibungslos über die Bühne gehen und im März in trockenen Tüchern sein. Franco-Nevada hatte vor Abgabe des Übernahmeangebots netto 610 Millionen Dollar Cash in der Kasse und keine Finanzschulden. Zusammen mit den hohen freien Mittelzuflüssen stellt die Finanzierung der Übernahme somit kein Problem dar und lässt auch in Zukunft ausreichenden Finanzierungsspielraum. Zumal sich die freien Mittelzuflüsse spürbar erhöhen werden. Das Portfolio von Gold Wheaton dürfte einen Zuwachs der jährlichen Royaltyeinnahmen um voraussichtlich 100 Millionen Dollar bringen.

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Seit dem Börsengang im Dezember 2007 erzielte Franco-Nevada fast 400 Millionen Dollar freie Mittelzuflüsse und schüttete rund 80 Millionen Dollar Dividenden aus. Die Aktie notiert rund 100 Prozent höher als zum Zeitpunkt der Erstempfehlung (WirtschaftsWoche 3/2008), bietet aber weiter Potenzial bei einem überschaubaren Risiko. Sie ist eine verzinste Alternative zu einem Gold-ETF.

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