Aktientipp: Münchener Rück: Kalkuliertes Risiko

Aktientipp: Münchener Rück: Kalkuliertes Risiko

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Grafik: Kursverlauf der Münchener-Rück-Aktie 2007-2011

Naturkatastrophen sind derzeit der größte Ausgabenblock der Versicherer, Aktien von Rückversicherern somit mit Risiken behaftet. Starinvestor Warren Buffett will dennoch seinen Anteil an der Münchener Rück aufstocken.

Die Überschwemmungen in Australien schlugen bei der Münchener Rückversicherung im vierten Quartal 2010 mit 270 Millionen Euro zu Buche. Im ersten Quartal 2011 fällt aller Voraussicht nach noch einmal ein ähnlicher Betrag an, den das Unternehmen an Versicherungsleistungen auszahlen wird. Schäden aus Naturkatastrophen sind derzeit für die Rückversicherer die größte finanzielle Belastung – und für Rückversicherungs-Aktien ein Unsicherheitsfaktor.

Doch unkalkulierbar ist das Risiko keineswegs. Das finanzielle Abwägen von Prämieneinnahmen und Schadenszahlungen ist das Kerngeschäft der Versicherer. Und, wie die Prämienverhandlungen zur neuen Saison gerade gezeigt haben, das beherrschen die Manager der Münchener: Während in der Branche die Prämien unter Druck stehen, konnte die Rück für 2011 sogar Erhöhungen durchsetzen.

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Wachstum im Osten

Das Rückversicherungsgeschäft der Münchener, das rund 60 Prozent zum gesamten Prämienvolumen (wahrscheinlich mehr als 46 Milliarden Euro in diesem Jahr) beiträgt, wird weiter zulegen. In Russland macht die Regierung in den nächsten Wochen womöglich den Weg frei für neue Rückversicherungen in der Landwirtschaft. In Asien werden die Münchener ebenfalls wachsen. 2010 holten sie hier schon 15 Prozent ihres gesamten Rückversicherungsgeschäfts. In diesem Jahr kann der Anteil auf mehr als 17 Prozent klettern.

Netto will die Münchener Rück in diesem Jahr, wie 2010, etwa 2,4 Milliarden Euro verdienen. Diese Prognose ist sehr vorsichtig, denn neben dem Rückversicherungsgeschäft zieht auch das Erstversicherungsgeschäft der Münchener (Ergo-Gruppe) wieder an. Und da auch das Kapitalanlageergebnis angesichts guter Anlagemärkte nicht schlecht ausfallen dürfte, könnten es 2011 unterm Strich auch etwas mehr als 2,4 Milliarden werden.

Die Aktien der Münchener Rück sind günstig und bieten mehr als fünf Prozent Dividendenrendite. Dass Großaktionär Warren Buffett im Oktober ankündigte, er werde seinen Anteil (damals wie heute gut zehn Prozent) weiter aufstocken, ist auch nicht schlecht für den Kurs.

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